Di, 21. November 2017

„Reif für Einsatz“

23.03.2010 14:48

Indisches Heer will künftig Chili als Waffe einsetzen

Im Kampf gegen den Terror wollen die indischen Streitkräfte eine neue Waffe einsetzen: die schärfste Chili-Schote der Welt. Nach eingehenden Tests habe man sich entschieden, aus der "Bhut Jolokia" (Bild), dem sogenannten "Geisterchili", tränengasähnliche Granaten zu fertigen, um Verdächtige außer Gefecht zu setzen, erklärte das indische Verteidigungsministerium am Dienstag.

Die Bhut Jolokia wurde 2007 als schärfste Chili-Schote ins "Guinness-Buch der Rekorde" aufgenommen. Sie wird im Nordosten Indiens angebaut und dort auch wegen ihres Aromas oder wegen der Sommerhitze gegessen. Ihre Schärfe beträgt mehr als eine Million Scoville-Einheiten, der wissenschaftlichen Maßeinheit für die Schärfe. Die klassische Tabasco-Sauce kommt da nur auf 2.500 bis 5.000 Scoville-Einheiten. Auch der bekannte Jalapeno-Pfeffer bringt es nur auf 2.500 bis 8.000 Einheiten.

"Die Chili-Granate ist reif für den Einsatz, wie in Tests in den Labors der indischen Streitkräfte ermittelt wurde", erklärte Oberst R. Kalia, ein Sprecher des Verteidigungsministeriums im indischen Unionsstaat Assam. "Das ist definitiv eine effektive nicht giftige Waffe, weil ihr beißender Geruch Terroristen die Luft nimmt und sie aus ihren Verstecken treibt", erklärte R. B. Srivastava, Direktor des Forschungsinstituts der Streitkräfte. Wie er weiter erklärte, wird auch ein Spray auf der Basis von Jolokia entwickelt, das die Polizei oder Frauen gegen Angreifer einsetzen können.

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