Do, 23. November 2017

„Aktion scharf“

21.03.2010 18:32

Auch „Verdächtige“ begrüßen Kontrollen der Soko-Ost

Dass die Großrazzia an den Ost-Grenzen von vielen Österreichern als "Aktion für die Sicherheit" befürwortet wird, war – nach der ausufernden Kriminalitätswelle – zu erwarten. Erfreulich: Auch die meisten der angehaltenen Ausländer zeigten Verständnis für die rigorosen Verkehrs-Kontrollen samt Stau im Zuge des "SOKO Ost"-Schwerpunktes in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland.

"Wir verstehen, dass Ihr Österreicher ein sicheres Land wollt und sich Eure Polizei deshalb alle verdächtigen Fahrzeuge genauer anschaut", erklärte beispielsweise ein 38-jähriger Geschäftsmann aus Essen (Deutschland). Der gebürtige Rumäne, mittlerweile selbst deutscher Staatsbürger, kennt die derzeitigen "Sicherheitsprobleme mit den Kriminal-Touristen aus seinem Heimatland".

Und da es die Auto-Mafia bestimmt auch in Bukarest auf teure Fahrzeuge deutscher Bauart abgesehen hat, war er selbst mit einem 20 Jahre alten 5er-BMW Richtung Grenze unterwegs. "Mein neuer Wagen würde bestimmt Autodiebe anlocken", so der Deutsche: "Mein neues Auto steht zu Hause sicher in der Garage."

"Bei uns zu Hause in Kiew gibt es nicht viel zu stehlen"
Ebenso wie dieser EU-Bürger reagierte auch eine zwölfköpfige Touristen-Gruppe aus Kiew (Bild). Die Ukrainer waren Richtung Schweiz zum Ski-Urlaub unterwegs. "Bei uns zu Hause in Kiew gibt es nicht viel zu stehlen. Deshalb werden wir dort auch nicht von der Polizei kontrolliert", scherzte der Chauffeur. Für ihn und seine Fahrgäste war es kein Problem, dass sie nach 14 Stunden Fahrzeit nun 15 Minuten lang "gefilzt" werden.

von Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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