Do, 14. Dezember 2017

Komplett überlastet

21.03.2010 18:05

Kleine Patienten warteten im Spital oft Stunden auf Arzt

Hohes Fieber, heftiges Bauchweh oder stechende Ohrenschmerzen – doch auf Linderung müssen kleine Patienten in Wiener Neustadt lange warten. Ein wahrer Ansturm herrschte am Samstag auf die Kinderambulanz im Spital. "Zu Engpässen kommt es, weil Fach- und Hausärzte ihre Praxen am Wochenende schließen", heißt es.

"Schon in der Früh fühlte sich meine kleine Martina nicht ganz wohl, am Vormittag hatte sie plötzlich fast 40 Grad Fieber." Sofort packte Birgit P. ihre dreijährige Tochter in eine warme Decke und fuhr mit ihr ins Spital. "Doch es dauerte lang, bis sich dort jemand um Martina gekümmert hat", klagte die junge Mutter. Eltern mussten mit den kleinen Patienten in der Kinderambulanz mitunter mehr als drei Stunden ausharren, ehe medizinische Hilfe zur Stelle war.

Verhandlungen mit Ärztekammer bisher erfolglos
Im Krankenhaus Wiener Neustadt sind solche Wartezeiten an Wochenenden keine Seltenheit. "Alle Arztpraxen sind geschlossen. Klar, dass die besorgten Mütter und Väter mit ihren Kleinen gleich ins Spital kommen", so Direktor Paul Christian Hajek. Zudem gibt es im Krankenhaus Neunkirchen keine Kinderabteilung mehr. "Wir müssen daher gleich zwei Bezirke versorgen", heißt es in Wiener Neustadt.

Bei der Landeskliniken-Holding ist das Problem bekannt. Eine Sprecherin: "Es laufen Verhandlungen mit der Ärztekammer, bisher aber leider ohne Erfolg."

von Christoph Weisgram und Helmut Horwath, Kronen Zeitung
Symbolbild
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