So, 19. November 2017

„Klare Worte“

20.03.2010 16:45

Linzer Theologe lobt Papst-Brief zum Thema Missbrauch

In der Diözese Linz hat sich am Samstag der Linzer Moraltheologe Michael Rosenberger zum Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI geäußert, der am Samstag veröffnetlich worden ist. Aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel gesehen sei der Brief in einer klaren Sprache und mit sehr viel Fingerspitzengefühl verfasst worden. Weiters betonte er, dass die Forderung des Papstes nach einer vollen Zusammenarbeit mit der Justiz bisher in noch keinem päpstlichen Dokument gestanden sei.

Rosenberger, der auch Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz ist, zeigte sich von dem Mitgefühl für die Opfer, das sich durch das gesamte Dokument ziehe, beeindruckt. "Der Papst zeigt, dass er deren Nöte auch im Detail wahrnimmt. Er spricht sehr klar und wälzt keine Schuld ab", so der Moraltheologe.

Sorge um Ruf der Kirche
"Der Papst spricht auch sehr klare Worte zu den Tätern. Er hält ihnen vor, was ihr Tun für die Opfer und die Kirche bedeutet. Aber Papst Benedikt bleibt nicht bei den Tätern stehen, sondern macht an mehreren Stellen klar, welche schwerwiegenden Fehler die Bischöfe in diesem Zusammenhang gemacht haben", so Rosenberger. Ein Grund für dieses "Fehlverhalten" sei die fehlgeleitete Sorge um den Ruf der Kirche.

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