Fr, 15. Dezember 2017

Im Freumbichlerhaus

20.03.2010 10:52

Literaturmuseum für weltberühmte Autoren geplant

Ödön von Horvath, Thomas Bernhard, Stefan Zweig, Gerhart Hauptmann, Thomas Mann, Alma Mahler. Und natürlich Carl Zuckmayer. Die Liste der weltberühmten Autoren, die in Henndorf teilweise lebten und arbeiteten, scheint kein Ende zu nehmen. Die Gemeinde will ab 1. April das denkmalgeschützte "Freumbichlerhaus" zu einem Literaturmuseum umbauen.

"Endlich! Wir haben so lange darauf gewartet", freuen sich Wichard von Schöning und Dr. Burgi Schobersberger (im Bild) vom Verein "Literaturhaus Henndorf im Freumbichlerhaus". Nomen ist Omen bei diesem Verein, der erst 2009 gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, die literarische Vergangenheit Henndorfs aufzuarbeiten und zu dokumentieren.

Spatenstich am 1. April
"Die Gemeinde hat für heuer 150.000 Euro für die Renovierung des kleinen Hauses bei der Kirche budgetiert. Am 1. April ist bei uns symbolischer Spatenstich", erklären von Schöning und Schobersberger der "Krone". Dann wartet keine leichte Aufgabe, denn das "Freumbichlerhaus" steht unter Denkmalschutz, da muss alles genau nach Vorschrift gehen.

Geburtshaus von Bernhards Großvater
"Hier ist Johannes Freumbichler, der Großvater von Thomas Bernhard, geboren", ruft Dr. Schobersberger ins Gedächtnis. Beide Autoren reihen sich ein in eine wahrlich illustre Runde, die sich in Henndorf inspirieren ließ. Ödön von Horvath hat in der Gemeinde am Wallersee sein mahnendes Werk "Jugend ohne Gott" geschrieben.

Erfolgsstücke entstanden hier
"Carl Zuckmayer verfasste hier seine Erfolgsstücke 'Schinderhannes', 'Der Hauptmann von Köpenick' und 'Katharina Knie'", betont Wichard von Schöning. Bedenkt man, dass hier auch Stefan Zweig, Thomas Mann, Gerhart Hauptmann, Alma Mahler und viele andere "werkten", scheint ein Literaturhaus in Henndorf logisch.

Doch dabei bleibt es nicht: "Am 7. April präsentieren wir das Buch 'Carl Zuckmayer in Henndorf'. Es zeigt, wie sich der berühmte Autor hier bei uns mit seiner Familie wohl fühlte."

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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