Sa, 25. November 2017

Einigung bei Gipfel

18.03.2010 09:33

Roy Knaus erobert die Lufthoheit im Pongau zurück

Großes Aufatmen bei den 71 Mitarbeitern von "Heli Austria" in St. Johann: Nach einem Friedensgipfel am Mittwoch hat Roy Knaus die Lufthoheit im Pongau zurückerobert. Der ÖAMTC zieht den Alpin Heli 7 vom provisorischen Stützpunkt ab. "Eine Einigung im Sinne der Patienten", sind die Beteiligten erleichtert.

Es war ein Luftkampf, der sich über zweieinhalb Monate zog: Mit einem Zusatz zur neuen EU-Sicherheitsverordnung auf ihrer Homepage hatte die Luftfahrtbehörde Austro Control die Helikopter von Roy Knaus quasi über Nacht auf den Boden verbannt. Seine Maschinen entsprächen nicht den Richtlinien, so die lapidare Begründung. Einen Bescheid dazu gab es nicht, der Luftkrieg tobte.

Sogar Republik geklagt
Für das Unternehmen "Heli Austria" war dieser Umstand lebensbedrohlich: Knaus musste seine 71 Mitarbeiter zur Kündigung anmelden. Zuletzt klagte er die Republik auf Schadenersatz von 670.000 Euro.

Unterstützung bekam Knaus von allen Seiten, im März hatte sich der Unternehmer schließlich mit einem neuen Hubschrauber am Flugrettungshimmel zurückgemeldet.

Alle Seiten zufrieden
Nach einem Friedensgipfel am Mittwoch dürfte der Luftkampf im Pongau nun endgültig erledigt sein: "Es ist eine Entscheidung im beiderseitigen Einvernehmen. Sowohl der ÖAMTC als auch 'Heli Austria' bewähren sich als konstruktive Partner bei der Sicherstellung des Flugrettungsbetriebs in Salzburg", so Landes-Chefin Gabi Burgstaller erfreut.

"Wir haben auf Wunsch des Landes provisorisch die Flugrettung im Pongau sichergestellt. Am Mittwoch war der letzte Flugtag von St. Johann aus. Wir sind froh, dass der Konflikt gelöst wurde", so ÖAMTC-Chef Erich Lobensommer.

Zwei Millionen Euro Schaden
Auch Roy Knaus ist erleichtert: "Insgesamt hätte man sich das Ganze ersparen können. Aber jetzt sind wir wieder da. Und das an 365 Tagen im Jahr!" Neben Einsatzflügen wird Knaus auch Überstellungsflüge zwischen den Spitälern zum Kassentarif durchführen. Die jetzige Übereinkunft gilt bis Ende 2010. Danach wird nämlich überhaupt die gesamte Flugrettung in Salzburg neu geregelt werden.

Trotz allem: Laut Knaus liegt der Schaden für die Heli Austria bei gut zwei Millionen Euro. "Die wir natürlich ersetzt haben wollen!"

von Max Grill, Kronen Zeitung

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