Sa, 18. November 2017

122 „Wappentiere“

16.03.2010 13:00

Zahl der Seeadler in der Ostregion nimmt wieder zu

Ein erfreuliches Ergebnis der Winterzählung an Seeadlern meldet der WWF: Demnach haben 122 der geschützten Greifvögel in der Ostregion - Donau-March-Thaya Auen, Waldviertel, Laaer Becken, Parndorfer Platte, Neusiedler Seewinkel und im Hansag (Ungarn) - überwintert. Das ist der zweithöchste Wert seit 2001, als mit Synchronzählungen begonnen wurde. Für die Experten ist der Anstieg der Zahlen ein Hinweis darauf, dass die Maßnahmen zur Förderung des heimischen Wappenvogels greifen.

Doch es gibt auch Grund zur Sorge: Daher wurde am Dienstag auch auf die Bedrohung der Seeadler durch Bleivergiftungen aufmerksam gemacht. Anlass ist der Fund eines toten Tiers, das im Rahmen des gemeinsam mit dem Landesjagdverband durchgeführten Seeadler-Schutzprojekts "Vorsicht Gift" im Waldviertel obduziert wurde.

Bleivergiftungen seit Jahren bekannt
Die Veterinäre fanden zwar keine Spuren des Pestizids Carbofuran, durch das immer wieder illegal Tiere vergiftet würden, der tote Greifvogel wies allerdings - neben einer Beckenverletzung - stark erhöhte Bleiwerte in der Leber und den Nieren auf. Möglicherweise war er - durch die zu Störungen des Nervensystems führende Vergiftung geschwächt - mit einem Kfz kollidiert. Laut WWF-Projektleiter Christian Pichler sind Bleivergiftungen bei Greifvögeln seit vielen Jahren bekannt. Seeadler nehmen über die Nahrungskette immer wieder auch zersplittertes Munitionsblei auf.

"Wir werden unsere Jäger in Zukunft verstärkt darauf hinweisen, dass das Entfernen der Aufbrüche (Innereien von Wild) aus der Natur insbesondere in Gebieten mit Seeadlervorkommen einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Bleivergiftungen bei diesen geschützten Tieren darstellt", kündigte Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände an.

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