Fr, 15. Dezember 2017

Amtstierarzt in Rage

11.03.2010 16:25

Heftiger Streit um Legebatterie in Wiener Neustadt

Ein heftiger Streit um eine Hühner-Legebatterie beschäftigt derzeit Wiener Neustadt – die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" kritisierte bereits vor Wochen eine Käfighaltung in einem Betrieb. Die Legebatterie sei illegal und gesundheitsgefährdend, hieß es. Nachdem am Mittwoch mit dem Abtransport der Tiere zu einem Schlachthof begonnen worden war, meldete sich nun Amtstierarzt Georg Rettenbacher zu Wort und empörte sich über – seiner Meinung nach unerhörte – Tierquäler-Vorwürfe.

Käfighaltung von Hühnern ist in Österreich laut Tierschutzgesetz seit Anfang 2009 verboten. Für "ausgestaltete" Käfige mit Nestbereich, Scharrmatte, Sitzstangen und Krallenabschleifeinrichtung, die schon vor 2005 in Betrieb waren, gibt es aber eine Ausnahme. Sie sind noch bis 2020 erlaubt. Dies sei jedoch in Wiener Neustadt "nachweislich" nicht der Fall, so die Tierschützer.

"Das ist natürlich nicht richtig", konterte der Amtstierarzt. Die Käfige seien bei Inbetriebnahme gesetzeskonform gewesen, da die darin befindlichen Matten aber stark verschmutzt waren, wurden sie entfernt. Man unternehme derzeit alles, um einen ordnungsgemäßen Zustand wiederherzustellen. Um neue Matten hineinzulegen, würden die 40.000 Tiere nun ausgestallt.

Weil es in Österreich keinen geeigneten Schlachthof gebe, müssten die Hühner nach Bayern gebracht werden. "Bei einer reinen Fahrzeit von rund zehn Stunden bei Minusgraden ist fraglich, ob die Hühner den Schlachthof überhaupt lebend erreichen", ärgerte man sich bei "Vier Pfoten".

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