Di, 21. November 2017

„Nichts, wie es war“

09.03.2010 17:26

Mutter erschoss Vater - Tochter glaubt an Unschuld

26 Jahre lang ist das Leben einer jungen Frau wie im Bilderbuch verlaufen: Gute Noten, stolze Eltern, ein lieber Freund und schließlich der Traumjob als Erzieherin. Doch seit dem Tag, an dem ihre Mutter in Ebreichsdorf (Bezirk Baden) eine Waffe auf den Vater richtete und ihn erschoss, ist nichts mehr, wie es einmal war.

Sie sitzt inmitten einer Schar Kinder, es ist unruhig, einige Buben toben herum, ein Mädchen kreischt ganz laut. Die Erzieherin Maria M. (Name von der Redaktion geändert) weiß, dass sie jetzt eingreifen sollte, aber sie ist wie gelähmt – und das seit Wochen. Maria M. "Seit der tragischen Februar-Nacht, als mein Vater starb." Getötet durch die Hand ihrer Mutter, die den Ex-Bankier und geliebten Ehemann erschoss.

"Zum Spaß" auf Mann gezielt
Mord – oder doch Selbstmord? Diese Frage stellt sich derzeit mit aller Vehemenz – denn der ehemalige Bank-Burgenland-Angestellte verschwieg seiner Gattin, dass die Waffe geladen war und zwang sie, "zum Spaß" auf ihn zu zielen.

"Ich kam gerade von einem Italien-Urlaub zurück in meine Wohnung in Wien – dann klingelte mein Handy." Ein junger Polizist erklärt Maria M., was vor wenigen Stunden in ihrem Elternhaus geschehen war. Die junge Frau droht an der Last dieses Schicksalsschlags zu zerbrechen. Dennoch sagt sie: "Ich bleibe tapfer, kämpfe, bis meine Mutter freigesprochen ist."

von Brigitte Blabsreiter, Christoph Budin und Andi Schiel, Kronen Zeitung

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