So, 19. November 2017

Bis 100.000 Besucher

09.03.2010 15:05

Linz soll bald zur Konzerthauptstadt werden

Linz will mit einem neuen Veranstaltungsgelände mit einer Kapazität für rund 100.000 Besucher zur "Konzerthauptstadt" werden – das hat der Vorsitzende des Tourismusverbandes, Manfred Grubauer, am Dienstag in einer Pressekonferenz erklärt. Laut den Chefs von Clam Festival & Concerts und Koop Live-Marketing, gebe es in Österreich kein mit dem Segelflughafen vergleichbares Areal. Es sei "technisch möglich", das für 22. Mai in Wels geplante und aus Naturschutzgründen heftig umstrittene AC/DC-Konzert in Linz durchzuführen.

Die Verantwortlichen haben nach eigenen Angaben seit Jahren an dem Konzept gearbeitet und bisher an die 50.000 Euro investiert - mit dem Ziel, Österreichs einziges Konzertgelände für 100.000 Besucher zu schaffen, so Dieter Recknagl, Chef von Koop Live-Marketing. Michael Ehrenbrantner, Geschäftsführer von Clam Festival & Concerts, machte darauf aufmerksam, dass die vergleichbaren Locations Wiener Neustadt und A1-Ring nicht mehr zur Verfügung stünden und die Donauinsel für große Einzelkonzerte auf eine Kapazität von 55.000 Besuchern beschränkt sei.

Eintägige Konzerte statt mehrtägiger Festivals
"Wir wollen keine Campingveranstaltung machen", sagte Recknagl nach etwaigen Plänen für mehrtägige Festivals gefragt. Eine Konkurrenz zu Events wie Nova Rock oder Frequency sei keinesfalls geplant, betonte Ehrenbrantner. Den Veranstaltern schweben eintägige Konzerte mit internationalen Größen vor. So seien beispielsweise Bon Jovi im kommenden Jahr auf Tour, berichtete Ehrenbrantner, der sich in Linz auch Acts wie die Rolling Stones, die Red Hot Chili Peppers oder Metallica vorstellen könnte und auch einen Auftritt von Bob Dylan an einer nicht genannten oberösterreichischen Location plant. Dass die Stadt Zehntausende Fans tragen könne, hätten jedenfalls die beiden Konzerte von Die Ärzte im vergangenen Jahr gezeigt.

Konzertbesucher auch aus dem Ausland erwartet
Recknagl verwies auf die "relativ gute Anbindung" von Linz an den öffentlichen Verkehr, zudem werde ein Konzept für externe Parkmöglichkeiten erarbeitet. Musikfans seien mobil, ist Ehrenbrantner überzeugt, mit der neuen Location Besucher beispielsweise aus Tschechien, Ungarn, Bayern, aber auch Italien anzusprechen. Linz09 habe der Stadt "Tür und Tor geöffnet", berichtete Grubauer von internationalen Partnern, "die uns vorher nicht einmal angeschaut haben".

AC/DC Konzert vielleicht nun doch in Oberösterreich
Ein Konzertbesucher bringe rund 100 Euro an Umwegrentabilität. Sollte das AC/DC-Konzert tatsächlich in Linz stattfinden, würde es nicht am Verkehrskonzept scheitern, erklärte der anwesende stellvertretende Polizeidirektor Erwin Fuchs. Es gebe weder naturschutzrechtliche Bedenken noch Probleme hinsichtlich des Lärmschutzes, so Recknagl. Auch Grubauer will das Konzert im Notfall in die Landeshauptstadt holen: "Bevor wir's verlieren ..."

Symbolbild

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