Fr, 24. November 2017

120 Filme in 6 Tagen

09.03.2010 14:44

Budget von Festival „Crossing Europe“ heuer gekürzt

Das Budget des Filmfestivals "Crossing Europe" ist heuer im Vergleich zum Vorjahr um 60.000 Euro gekürzt worden – die Veranstalter müssen somit mit etwas mehr als 400.000 Euro auskommen. Für die Intendantin Christine Dollhofer ist dies unbegreiflich: "Alle wollen das Festival." Das Bewusstsein für die Kosten sei aber nicht zur Gänze vorhanden.

Als Begründung hieß es, eine Kompensation der heuer wegfallenden Gelder aus dem Kulturhauptstadtjahr 2009 konnte durch andere öffentliche Fördermittel nicht realisiert werden. Es gebe zwar noch einige Verhandlungsposten, letztendlich werde die heurige Veranstaltung aber über ein mit dem Jahr 2008 vergleichbares Budget in der Höhe von knapp über 400.000 verfügen, so Dollhofer. Im Jahr 2009 waren es noch 480.000 Euro gewesen. "Das ist nicht die Summe, die ich mir vorstelle", so die Intendantin. Im Vergleich zu anderen Festivals sei man schon immer unterfinanziert gewesen.

Intendantin: Wertschöpfung doppelt so hoch wie Förderung
Gleichzeitig sei die internationale Erwartungshaltung sehr hoch und alles werde teurer. Zudem müsse das Linzer Festival, "eines der wenigen europäischen Projekte in Oberösterreich", für jeden Film – einzig die Local-Artists-Schiene ausgenommen – zahlen, berichtete die Intendantin. Man dürfe nicht vergessen, dass die "Crossing-Europe"-Veranstalter das Doppelte der regionalen Fördergelder wieder hier ausgeben würden.

120 Filme in nur sechs Tagen
Ungeachtet der Budget-Kalamitäten werden heuer knapp 120 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme an sechs Tagen gezeigt. Eröffnet wird am 20. April mit zwei Berlinale-Wettbewerbsbeiträgen und Österreich-Premieren: Im Beziehungsdrama "Na Putu/On The Path" der bosnischen Autorenfilmerin Jasmila Zbanic prallen traditionelle islamische Weltsicht und moderne Lebensweise aufeinander. "Kak Ya Provel Etim Letom/How/Ended This Summer" ist ein heuer mit zwei Silbernen Bären ausgezeichneter Psychothriller des russischen Regisseurs Alexei Popogrebsky.

Auch heimische Künstler vertreten
Ihre Uraufführung feiert die Musikdoku "Es muss was geben" von den Oberösterreichern Christian Tod und Oliver Stangl, die die Protagonisten der legendären Linzer Musikszene seit den 1970er Jahren porträtiert. Die Programmschiene "Nachtsicht" wird mit dem Actionstreifen "Vengeance" mit dem französischen Alt-Rock'n'Roller Johnny Hallyday in der Hauptrolle eröffnet.

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