So, 19. November 2017

Rotlicht übersehen

09.03.2010 09:49

Zug rammt Skibus in Zell am See - Urlauber gerettet

Glimpflich ist am Montag ein Zugunfall an einem Bahnübergang in Zell am See ausgegangen: Ein Skibus-Lenker übersah die rote Ampel und fuhr über die Gleise der Westbahn. Im selben Moment senkten sich die Schranken. Das Fahrzeug steckte fest. Zwei Urlauber sprangen noch rechtzeitig vor dem Anprall aus dem Wagen.

Die dramatischen Szenen spielten sich gegen 11.30 Uhr direkt vor dem Grand Hotel im Stadtzentrum ab: "Der Chauffeur wollte uns zum Skilift bringen. Als er schon auf den Gleisen stand, ging plötzlich der Schranken runter. Er schrie, wir sollten sofort aussteigen. Wir sahen den Zug, rissen die Autotüren auf und sprangen raus", schildert der 27-jährige Holländer Arend van der Good. Er und seine 26-jährige Freundin Magdalena Feifer (kleines Bild) blieben unverletzt.

Mit 60 km/h gerammt
Der Shuttlebus-Fahrer versuchte noch, mit dem Wagen auf den Gleisen zu wenden. Das gelang dem 34-Jährigen auch. Im nächsten Moment rammte der Regional-Express den Opel am Heck und schob ihn mehrere Meter nach vorne. "Wäre das Auto andersrum gestanden, hätte der Lenker nicht überlebt", erklärt ein Polizist.

Urlauber sind schon wieder auf der Piste
So kam der Mitarbeiter des Grand Hotels aber mit einem Schock davon. Er wurde trotzdem zur Beobachtung ins Spital gebracht. Arend van der Good und seine Freundin haben sich von dem Schrecken bereits erholt. Sie sind wieder auf den Pisten unterwegs.

Totalschaden
Die Direktorin des Grand Hotels, Gabriele Van der Boom, war erleichtert, als sie erfuhr, dass ihr Angestellter unverletzt ist. "Der Bus ist aber ein Totalschaden."

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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