Sa, 18. November 2017

Bande ausgeforscht

08.03.2010 15:54

Einbrecher machten Beute im Wert von rund 823.000 Euro

Bereits im November des Vorjahres haben Polizisten des Landeskriminalamtes in der Stadt Salzburg drei mutmaßliche Dämmerungseinbrecher aus Serbien festgenommen. Nach umfangreichen Ermittlungen werden ihnen nun 57 großteils vollendete und teils versuchte Einbruchsdiebstähle angelastet. Der Wert der Beute - vorwiegend Schmuck, Uhren und Bargeld - beträgt laut Polizei 822.972 Euro, der verursachte Schaden 139.623 Euro.

Die Einbrüche in Einfamilienhäusern in Salzburg und Oberösterreich passierten von Juni bis November 2009. Die Ermittler gehen davon aus, dass einige Bandenmitglieder flüchten konnten. Zwei weitere Tatverdächtige wurden zwar ausgeforscht, eine konkrete Tatbeteiligung konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, hieß es am Montag aus der Sicherheitsdirektion .

Zahl der Einbrüche zurückgegangen
Die von der Bande ausgewählten Häuser befanden sich in der Stadt Salzburg, im nördlichen Flachgau, im Tennengau, Pongau, Innviertel und im Salzkammergut. Die Polizei nahm das Trio im Alter von 29, 30 und 35 Jahren nach einem Einbruch in Pfaffstätt bei Mattighofen (Bezirk Braunau) am 13. November fest. Die Verdächtigen wurden damals bereits von der Polizei observiert. "Wir haben vermutet, dass sie für mehrere Dämmerungseinbrüche infrage kommen. Das hat sich bewahrheitet. Seither ist die Zahl der Einbruchsdiebstähle dort zurückgegangen", erklärte Gerhard Waltl vom Landeskriminalamt.

Tresore im Wald geöffnet
In vielen Fällen hatten die Einbrecher Tresore erbeutet, diese in Waldgebiete im Flachgau und in der Stadt Salzburg geschleppt und dort geöffnet. "Sie brachten die Tresore unmittelbar nach der Tat fast immer wieder auf die selben Plätze, brachen sie auf und nahmen den Schmuck und das Bargeld heraus. Anschließend versenkten oder entsorgten sie die Tresore", so Waltl.

Beute an Besitzer übermittelt
Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung des 35-Jährigen stellte die Exekutive einen Großteil der Beute sicher. Gefunden wurde auch eine Pistole der Marke "Star", deren Herkunft unklar ist. Die Schmuckstücke und Uhren wurden katalogisiert und, soweit möglich, den Besitzern übermittelt. Doch nicht alle Wertgegenstände konnten zugeordnet werden. "Es fehlte ein Tatort", sagte Waltl. "Sie wurden entweder von den Geschädigten nicht erkannt oder stammen von weiteren Einbrüchen." Ein Teil sei unter der Hand verhökert oder ins Ausland gebracht worden, vermutete der Kriminalbeamte.

DNA-Treffer zugeordnet
Die drei sitzen nun in der Justizanstalt Salzburg in U-Haft und warten auf ihren Prozess. Sie sind teilweise geständig. Den mutmaßlichen Tätern wurden auch drei DNA-Treffer zugeordnet. Aufgrund einer DNA-Spur wird einem der mutmaßlichen Täter außerdem ein Wohnungseinbruch in Wien vom 14. Juli 2008 angelastet. Die Verdächtigen sind im Schengen-Raum bereits wegen zahlreicher Eigentumsdelikte vorgemerkt. Bei ihnen wurden außerdem gefälschte bulgarische Reisedokumente sichergestellt.
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden