So, 19. November 2017

Sexuelle Übergriffe?

08.03.2010 15:19

15-Jähriger in Militär-Schule von Kollegen gequält

Gleich mehrere zivile Schüler einer fünften Klasse des Militärrealgymnasiums in Wiener Neustadt sollen von einem 15-jährigem Mitschüler gequält worden sein. Die Mutter eines nicht betroffenen Gymnasiasten meldete den Vorfall einem Mitarbeiter des heerespsychologischen Dienstes. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt wegen des Verdachts der Vergewaltigung. In diesem Fall würden dem Jugendlichen bis zu fünf Jahre Haft drohen.

Am Donnerstag soll es erste Ermittlungsergebnisse geben, so Ute Axmann vom Verteidigungsministerium am Dienstag. Der verdächtige Schüler sei sofort des Internats verwiesen worden. Über einen Schulverweis müsse der Landesschulrat entscheiden, wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen, hieß es.

Vorfall drang durch "undichte Stelle" an die Öffentlichkeit
Der verdächtige Schüler dürfte seine Kollegen gezielt als Opfer auserkoren und diese anschließend regelmäßig mit Übergriffen traktiert haben, so Axmann am Montag gegenüber noe.krone.at. Ob es Mittäter gegeben habe wird zurzeit noch ermittelt. Zum Schutz der Jugendlichen habe man erst die Untersuchungsergebnisse abwarten wollen, bevor man sich an die Medien wendet, bedauerte Axmann. Durch eine "undichte Stelle" sei die Angelegenheit jedoch vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangt.

Schüler werden psychologisch betreut
"Kameradschaft hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert, wir werden so etwas nicht tolerieren", erklärte Axmann weiter. Nachdem man von dem Vorfall erfahren habe, seien sofort Maßnahmen gesetzt worden – so habe man umgehend die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt eingeschaltet. Auch die Erziehungsberechtigten der Zimmerkollegen, der Landesschulrat und das Jugendamt seien informiert worden.

Die Schüler werden zurzeit von einem Schulpsychologen betreut. Außerdem wurde ein Krisenbetreuungsteam eingerichtet, das durch die Schulbehörden und besonders geschulte Beamte des Landeskriminalamtes unterstützt wird. Der Verdächtige wurde vorerst auf freiem Fuß angezeigt.

Symbolbild

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