Mo, 20. November 2017

Neues „Kunstwerk“

05.03.2010 09:46

90 Meter hoher Riesen-Nagel für die Salzburger Altstadt

Die Stadt Salzburg erhält heuer im Sommer ein neues "Wahrzeichen": Ein Riesen-Nagel ragt vom Ursulinenplatz 90 Meter in die Luft. Drei bis vier Monate überragt das neueste Kunstwerk der "Salzburg Foundation" die ganze Innenstadt. Der Stahlträger soll an einen Dirigentenstab erinnern. Die Baubehörde hat die Aufstellung schon bewilligt.

Für hitzige Debatten um die Kunst ist mit dem Riesen-Nagel sicher gesorgt. Denn die Salzburg Foundation hat sich neuerlich einen prominenten Platz in der Altstadt ausgesucht: Auf dem Ursulinenplatz – nahe der Mozart-Figur von Markus Lüpertz – soll am Mai der gewaltige Stahlträger gen Himmel ragen.

Höher als der ehrwürdige Dom
Mit 90 Meter Höhe überragt dieses Kunstwerk die gesamte Altstadt und ist sogar um neun Meter höher als der ehrwürdige Dom. "Die Skulptur soll nur für drei oder vier Monate dort stehen", weiß Stadtrat Johann Padutsch. "Deswegen hat auch nichts gegen die Genehmigung gesprochen." Seine Baubehörde gestattete die Aufstellung – die Prüfung hatte ergeben, dass der Riesen-Nagel sicher steht und nicht umfallen kann.

"Eigentlich ist es ja kein Nagel", schmunzelt Padutsch. "Dieser Stahlträger soll an einen Dirigenten-Stab denken lassen", erfuhr er aus den Plänen der "Foundation". Außerdem hat die Skulptur einen weiteren Zweck: Sie soll wie ein riesiger Wegweiser einen Bogen über das Festspielhaus andeuten – und weiter zum Krauthügel im Nonntal.

Denn dort ist noch ein zweiter Teil geplant: Gewaltige Eisen-Skulpturen des gebürtigen Franzosen Bernar Venet. Er hat seine riesigen Stahl-Bögen bereits in zahlreichen Städten gezeigt. Padutsch: "Am Krauthügel ist viel Raum, da wirken Venets 'Unbestimmte Linien' sicher großartig", ist er überzeugt.

"Kein Lagerplatz für überdimensionale Nägel"
Streit über Kunst ist durch dieses Projekt garantiert. Die Freiheitlichen fordern bereits, die Altstadt darf "nicht Lagerplatz für überdimensionale rostige Nägel werden".

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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