Sa, 18. November 2017

Serien-Bankräuber

04.03.2010 09:35

Brüderpaar in Ketten beim Lokalaugenschein

Das verdächtige Linzer Brüderpaar (24 und 26 Jahre alt) ist in Ketten zum Schauplatz des Feuergefechts geführt worden, das einer der mutmaßlichen Räuber nur knapp überlebt hat. Der erste Schuss eines Wachmanns (39) war ein Treffer fast ins Herz, aber auch sein fünftes und sechstes Projektil waren beinah tödlich.

Die Haftrichterin rekonstruierte am Dienstag Abend bei der Raiffeisenbank in Blindenmarkt (Niederösterreich) den letzten von 15 Raubüberfällen, die dem Linzer Brüderpaar vorgeworfen werden.

Schusswechsel
Als der 24-jährige Verdächtige am 4. Dezember '09 mit 30.000 Euro Beute zum 200 Meter entfernten Fluchtwagen lief, wurde er von einem Ex-Polizisten und Privat-Sheriff angeschrien: "Halt! Polizei!" Und dann in den Rücken getroffen. Doch der schwerst verletzte Räuber rannte weiter, zog seine Waffe und feuerte in die Luft. Die nächste Kugel des Securitys verfehlte ebenso ihr Ziel wie der zweite Schuss des mutmaßlichen Täters, der sich zu seinem Bruder ins Auto rettete.

Der Wachmann wollte die Brüder stoppen, stellte sich vor den Wagen und feuerte erst in die Motorhaube, dann noch durch die Seiten- und Heckscheibe seinen Revolver leer.

Schwerer Vorwurf
"Meine beiden Mandanten hätten tot sein können", spricht die Anwältin Irmtraud Oraz von einem "zweifachen Mordversuch", während der Security auf "Notwehr" plädiert: Er hätte sich von den schwer bewaffneten Bankräubern bedroht gefühlt.

"Berufsrisiko" auf beiden Seiten? Schließlich hatten die Männer auch noch eine Maschinenpistole im Fluchtwagen. Das Gericht wartet nun auf schießtechnische und medizinische Gutachten.

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