Do, 19. Oktober 2017

Länderspiele in Wals

25.02.2010 10:12

Ära des Salzburger Kunstrasens neigt sich dem Ende zu

Die Kunstrasen-Ära im Salzburger Fußball-Stadion neigt sich scheinbar dem Ende zu. Die Sommerpause 2010 soll dazu genutzt werden, anstelle des in der heimischen Bundesliga einzigartigen Kunstgrüns einen Naturrasen zu verlegen. Damit könnte Salzburg in Zukunft auch wieder zu einem Standort für ÖFB-Länderspiele werden.

"Wir sind bestrebt, in Zukunft Länderspiele in Salzburg auszurichten", meinte Dietmar Beiersdorfer, der Sportdirektor der Salzburger, der bekennender Gegner des Kunstrasens ist. Die Spitze des Österreichischen Fußball-Bunds (ÖFB) hat bereits mehrfach bekundet, dass Salzburg im Falle eines Naturrasens ein möglicher Austragungsort für Länderspiele, aber auch fürs ÖFB-Cup-Finale wäre.

Die Entscheidung liegt aber nicht bei Red Bull allein, sondern als Eigentümer auch beim Land Salzburg und dessen Betreibergesellschaft. Kontakt mit einem Unternehmen in München, das auf äußert witterungsresistenten Naturrasen spezialisiert ist, sei allerdings bereits hergestellt worden, verriet Beiersdorfer.

Schwieriges Projekt Leipzig
Als neuer Vorstandsvorsitzender von RB Leipzig hat Beiersdorfer die angestrebte Rückkehr des Fünftligisten in den Profi-Fußball zur Chefsache erklärt. "Am Liebsten würden wir natürlich sofort so weit oben wie möglich spielen, wir wollen aber den Club in überschaubaren Schritten wachsen lassen. Der Verein soll sich mit Augenmaß entwickeln", sagte der ehemalige Manager des deutschen Bundesligisten Hamburger SV.

"Es war formaljuristisch wichtig, dass der Vorstand besetzt ist", betonte der 46-Jährige im Hinblick auf die anstehende Zulassungsprüfung für die Regionalliga durch den Deutschen Fußball-Bund. Das Amt des Vorstandschefs beim Oberliga-Tabellenführer war nach dem Rücktritt von Andreas Sadlo vor sechs Wochen vakant geworden. Neuer Geschäftsführer wird Dieter Gudel. Bereits seit dem 1. November 2009 ist Beiersdorfer für alle RB-Fußball-Standorte in Salzburg, Leipzig, New York, Sao Paulo und Ghana zuständig.

Red Bull als Namensgeber für Stadion?
Unklar ist dagegen, ob Sponsor Red Bull nach dem angestrebten Regionalliga-Aufstieg und dem geplanten Umzug ins Leipziger Zentralstadion Namensgeber der Arena wird. "Das wird sich erst in den kommenden Monaten klären", sagte Beiersdorfer, der vor seinem Engagement bei RB sieben Jahre Manager beim HSV war.
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).