So, 19. November 2017

Pleite mit Nachwehen

24.02.2010 17:00

Nach Konkurs der SHI folgt jetzt die Klagsflut

Als ob die Millionen-Pleite der Salzburg Holz Industrie (SHI) in Abtenau dem Lammertal nicht schon genug Sorgen bereitet: Nach dem Konkurs folgt jetzt die Klagsflut. Die SHI erhebt in einer Sachverhaltsdarstellung gegen den früheren Teilhaber Franz Schachl und diverse namhafte Politiker schwere Vorwürfe. Die Land-Invest wehrt sich.

Passiva von 5,6 Millionen Euro, davon 1,8 Millionen Euro an Verbindlichkeiten den Lieferanten gegenüber und 3,4 Millionen Schulden bei der Bank. Die Aktiva liegen bei 2,7 Millionen Euro. Bei einem Umsatz von 13 Millionen Euro im Vorjahr steht ein Verlust von 765.000 Euro zu Buche. Das sind die nackten Zahlen der Millionen-Pleite in Abtenau.

45 Mitarbeiter zittern um Job
Während 45 Mitarbeiter um den Job und 110 Gläubiger um ihr Geld bangen, streiten sich die Verantwortlichen um den Auslöser des Konkurses. So hat die SHI eine 10-seitige Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Darin werden gegen Franz Schachl, der die SHI vor 11 Jahren mitgegründet hat, sowie zahlreiche frühere und aktive Politiker schwere Vorwürfe erhoben.

"650.000 Euro zu viel bezahlt"
"Nach unserer Ansicht hat Schachl als SHI-Geschäftsführer die ihm eingeräumte Befugnis über das Vermögen der Gesellschaft wissentlich missbraucht", so Rechtsanwalt Bernhard Steinbüchler. Konkret geht es um den so genannten Baurechtszins, den Schachl 1999 mit der Land-Invest für das 8,3 Hektar große Firmen-Areal ausverhandelt hatte. "Seit damals wurden 650.000 Euro zu viel bezahlt", argumentiert SHI-Jurist Steinbüchler.

Wolfgang Huber, Chef der Land-Invest, kontert: "Dass überhöhte Baurechtszinse maßgeblich zum Konkurs der Firma geführt hätten, ist haltlos und entspricht nicht den Tatsachen! Ohne die Hilfe des Landes wäre die Errichtung des Unternehmens nicht möglich gewesen. Umso enttäuschender ist es, uns jetzt zum Sündenbock zu machen."

von Max Grill, Kronen Zeitung

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