Di, 24. Oktober 2017

Gips statt Spaß

23.02.2010 09:27

„Nach 15.000 Abfahrten landet man im Spital“

Bei Schönwetter mehr, an trüben Tagen ein bisschen weniger: Ab Mittag füllen sich jeden Tag die Gipszimmer der Krankenhäuser in der Nähe von Skigebieten mit Pistenopfern. In Kirchdorf sind es täglich etwa 40, in Bad Ischl zwischen 30 und 50 Patienten.

Statistisch gesehen "carvt" sich jeder tausendste Skifahrer ins Spital. "Es gibt eine Faustregel", rechnet Primar Robert Pehn vom Kirchdorfer Spital vor: "Nach 15.000 Abfahrten landet man einmal im Spital."

Bei guter Schneelage mit den üblichen Blessuren am Unterschenkel sowie Kreuzbandrissen, bei dünner Decke und Eis sind die Verletzungen meist schwerer und vor allem Handgelenks- und Schulterbrüche an der Tagesordnung. "Wenn es hart ist, sind vor allem die Snowboarder sehr arm, weil sie auf die Schulter fallen", weiß Pehn aus seinem Alltag.

Schnittverletzungen nehmen zu
Je schöner das Wetter, desto mehr ist auf den Pisten und damit auch in den Gipszimmern los, bestätigt Oberärztin Dr. Caroline Engel vom Krankenhaus Bad Ischl, wo auch am vergangenen Wochenende viel Betrieb war.

"Neben Brüchen gibt es immer mehr Schnittverletzungen durch scharfe Kanten", beobachtet sie. Die Hochsaison in den oberösterreichischen Gipszimmern dauert bis Ende März.

von Hedwig Savoy, "OÖ Krone"
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