Sa, 18. November 2017

ÖBB raus, Land rein?

20.02.2010 10:29

ÖBB-Nebenlinien-Debatte - Pühringer schlägt Alarm

Während in Oberösterreich sogar ÖVP-Politiker Verhandlungsbereitschaft gegenüber dem ÖBB-Vorhaben, die Nebenbahnen ans Land zu verkaufen , signalisierten, hat hingegen Landeschef Josef Pühringer Alarm geschlagen: "Wenn der Bund ein Angebot macht, dann will man dort meistens nur etwas anbringen."

"Es liegt aber noch kein Angebot vom Bund vor – es müsste an mich als den zuständigen Finanzreferenten gegangen sein", kann sich Landeshauptmann Pühringer über die Verhandlungen von SPÖ-Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger mit dessen Parteifreundin Ministerin Doris Bures über eine oberösterreichische "Landesschiene" nur spärlich begeistern. Zudem schießt Pühringer scharf in Richtung SPÖ: "Zuerst einmal soll Kepplinger sein Verkehrsressort in Ordnung bringen."

Vorsichtige Verhandlungsbereitschaft
Obwohl tags zuvor neben FPÖ und Grünen auch ÖVP-Politiker Interesse an etwaigen Bahn-Verhandlungen signalisierten, dürfte den Finanzreferenten des Landes ein mögliches Nebenlinien-Angebot in Alarmbereitschaft versetzt haben: "Wir lassen uns sicher nichts andrehen", poltert Pühringer, der Gespräche zu den Nebenbahnen aber grundsätzlich auch nicht ablehnt.

Für jede Regionalbahn würde es aber eine wirtschaftliche Rechnung brauchen. Zudem würde sich Pühringer bei einem möglichen Verkauf zuvor eine gehörige Finanzspritze vom Bund für die künftige "Landesschiene" erwarten.

Defizit nicht tragbar
Wo diese ein hohes Defizit eingefahren hat, müsste man dann aber auch laut Pühringer über Öffi-Alternativen nachdenken. Priorität hätte aber ohnehin jetzt die Vorfinanzierung der Summerauerbahn: "Die ist wirtschaftlich jedenfalls entscheidender als die Nebenbahnen."

von Claudia Prietzel, "OÖ Krone"
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