Mo, 20. November 2017

Ab-Hof-Verkauf

20.02.2010 09:07

Hasch-Opa (81) versorgte 100 Kunden mit Drogen

Speck, Bauernbrot, Most – die gängigen Ab-Hof-Verkaufs-Lebensmittel der heimischen Landwirte: Doch ein Mostviertler Bauer hat auf eine gänzlich andere Produktschiene umgesattelt. Für seine Kunden gab es Drogen aus eigenem Anbau. Der 81-jährige Hasch-Opa soll 100 Süchtige mit Hanf in allen Formen versorgt haben.

Hart und unerbittlich gehen die Kriminalisten der Stadt Waidhofen an der Ybbs derzeit gegen die Mostviertler Drogenszene vor. Laufend hagelt es gegen Lehrlinge, Studenten, Schüler, aber auch Arbeiter und Handwerker Anzeigen, laufend gehen den Fahndern kleine und größere Dealer ins Netz. Eines der Zentren dieses schwunghaften Handels mit Cannabis-Produkten – ein jahrhundertealter kleiner Bauernhof im Ybbstal.

Nachfrage sogar größer als das Angebot
Dort hatten ein 81-jähriger Altbauer und sein Sohn (60) einen Hofladen der besonderen Art eingerichtet. „Der Landwirt hat offenbar komplett umgesattelt“, schmunzelt ein Polizist. Mithilfe seiner Großfamilie und der weitläufigen Verwandtschaft zog der Hasch-Opa statt Roggen, Karotten und anderem feinen Gemüse zarte Hanfpflänzchen heran. Offenbar hatte der Drogen-Bauer eine glückliche Hand für das berauschende Gewächs: Denn im Laufe der Monate wuchs die Kundenschar des Landwirts beinahe schneller, als er ernten konnte. Zumal er auch die noch wirksameren Magic-Mushrooms, sprich narrische Schwammerln, im Angebot hatte. Die Ermittler kamen dem Züchter über einen seiner vielen Abnehmer auf die Schliche.

81-Jähriger ist haftunfähig
Jetzt hat es sich ausgeerntet. Nach der Polizeiaktion setzte es für alle saftige Strafen. Von einem Gefängnisaufenthalt blieb der 81-Jährige allerdings verschont – denn wegen diverser körperlicher Gebrechen ist er haftunfähig.

von Mark Perry und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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