So, 19. November 2017

Das haut dich um

17.02.2010 11:00

Stärkstes Bier der Welt hat 41 Prozent Alkoholgehalt

Die schottische Brauerei BrewDog hat laut britischen Medienberichten das stärkste Bier der Welt im Programm. Die Sorte namens "Sink The Bismarck" kommt auf einen Alkoholgehalt von im wahrsten Sinne des Wortes umwerfenden 41 Prozent. Der "Schorschbock", das bisher kräftigste Starkbier der Brauerei Schorschbräu im fränkischen Oberasbach, hat ein Volumenprozent weniger. Beide Biere können es so mit Whiskys und Wodkas aufnehmen.

Die Schotten verkaufen ihr "Sink the Bismarck"-Bier in 330-Milliliter-Flaschen um 40 Pfund (umgerechnet 46 Euro) nur im Internet. Der hochprozentige Gerstensaft ist nach dem Kriegsfilm "Die letzte Fahrt der Bismarck" aus dem Jahr 1960 benannt, in dem es um die Jagd der britischen Marine auf das gleichnamige deutsche Schlachtschiff, das 1941 im Atlantik versenkt wurde, geht.

Bierernstes Kräftemessen
BrewDog und Schorschbräu liefern einander seit längerem ein Duell um das Bier mit dem höchsten Alkoholgehalt. Was als Schnapsidee begann, hat sich zu einem bierernsten Kräftemessen hochgeschaukelt. Die Rivalen überbieten sich seit Monaten darin, noch mehr Alkohol in den Gerstensaft zu pumpen - und ernten von Behörden Unverständnis darüber, wie sie auf diese Weise verantwortungslosen Alkoholkonsum anheizen.

Die Schotten wollen "Bier auf eine völlig neue Ebene heben", sagte der Chef des Herstellers BrewDog, James Watt. Der "schreckliche Ruf" von Gerstensaft bei den Briten soll der Vergangenheit angehören. Eigentlich will Watt einen respektvollen Genuss und Exklusivität in den Vordergrund rücken. Die schottische Gesundheitsbehörde bezeichnete die "Braukunst" als unverantwortlich für Verbraucher.

Deutsche zweifeln neuen Weltrekord an
"Schorschbock"-Braumeister Georg Tscheuschner bezweifelt den neuen Weltrekord. Er vermutet, dass die Schotten das Bier in Whiskyfässern gelagert haben und es dadurch zusätzlich Whisky-Alkohol aufgenommen hat. Er sei gerade dabei, dies zu überprüfen. "Ich möchte, dass es einen fairen Wettbewerb gibt", sagte Tscheuschner, Chef der Brauerei Schorschbräu im fränkischen Gunzenhausen. Er wolle in Kürze ein Bier mit 45 Volumenprozent Alkohol herausbringen.

Der hohe Alkoholgehalt wird nach seinen Worten erreicht, indem man im sogenannten Eisbockverfahren das Bier gefriert und die Eiskristalle abtrennt. In der übriggebliebenen Flüssigkeit sei die Alkohol- und Zuckerkonzentration dann wesentlich höher.

Keine Massenproduktion geplant
Eine Massenproduktion ist in beiden Fällen aber nicht geplant. Schorschbräu produziert limitierte Auflagen von jährlich 1.000 Flaschen. Von dem 40-prozentigen "Rekordbier" seien bisher 95 Flaschen hergestellt worden. Die Flasche kostet 99 Euro. Es handle sich um eine Spezialität für Sammler und Liebhaber.

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