Di, 21. November 2017

Naturschutz am Zug

17.02.2010 10:06

Flachau ist gegen die acht geplanten Wind-Kraftwerke

Vor Jahren bereits hat die Gemeinde Flachau die Pläne eines privaten Windkraft-Betreibers verworfen. Jetzt will die Salzburg-AG bauen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) entfällt, ein Naturschutz-Verfahren wird entscheiden.

"Salzburg ist ein Land der Wasserkraft, deshalb sind Windräder auf unseren Bergen fehl am Platz", so eindeutig war die Stellungnahme von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller zum lange geplanten Windpark bei Thalgau.

Der private Betreiber hat sich allerdings mittlerweile mit der Salzburg-AG zusammengetan. Der Bau von Windrädern wird außerdem durch neue Ökostrom-Einspeistarife wieder attraktiv: Seit Jahresbeginn gibt es für die Windkraft-Kilowattstunde 9,7 Cent (plus 29 Prozent). Und die Ökostrom-Abwickler ÖMAG vergeben ihre 21 Fördermillionen für 2010 nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Wohl mit ein Grund, warum die Salzburg-AG eine Allianz mit dem bisher von ihr bekämpften Tauernwind-Betreiber Franz Kok geschlossen hat. Und beim Land, das Windräder bisher abgelehnt hat, heißt es plötzlich: Für die acht, jeweils 71 Meter großen Wind-Rotoren ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig.

"Alle Fraktionen in Flachau sind skeptisch", sagt VP-Bürgermeister Thomas Oberreiter. Er hofft auf eine Ablehnung im Naturschutz-Verfahren, welches nun ansteht: "Wir wollen eine solche Anlage am Rand des Skigebietes Kleinarl-Flachauwinkel nicht."

Kronen Zeitung
Bild: Bgm. Thomas Oberreiter zeigt den Höhensattel bei Flachauwinkel, wo die acht Windräder geplant sind.

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