Sa, 25. November 2017

Trio festgenommen

16.02.2010 14:24

Trickdiebe nach Verfolgungsjagd auf der S1 gestellt

Nach einer wilden Verfolgungsjagd auf der S1 bei Schwechat (Bezirk Wien-Umgebung) sind am Montag drei mutmaßliche Trickdiebe gestellt worden. Ein Polizeibeamter hatte zuvor zwei Schüsse auf das linke Hinterrad des Autos der Männer abgegeben, danach kam es zu der Flucht der Verdächtigen, berichtete die Sicherheitsdirektion. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Algerier und ein Polen.

Laut Polizei war es im Bereich der Autobahnraststation Schwechat in jüngster Zeit vermehrt zu Taschendiebstählen gekommen, teilweise mit anschließenden Bankomatbehebungen bzw. Kreditkartenmissbräuchen. Das Areal wurde daraufhin am Montag gegen Mittag von Beamten der Autobahnpolizeiinspektion Schwechat kontrolliert, die einen verdächtigen Pkw mit polnischem Kennzeichen wahrnahmen. Die drei Insassen begaben sich den Ermittlern zufolge in das Rasthaus, "wobei aufgrund ihres Verhaltens der dringende Verdacht bestand, dass sie als Trickdiebe nach passenden Opfern Ausschau halten würden". Die Männer hätten die Observation in der Folge bemerkt und sich wieder zu ihrem Auto begeben.

Verdächtiger fuhr auf Polizisten zu
Der Versuch, die drei Verdächtigen auf dem Rastplatz anzuhalten, gelang den Beamten nicht. Das Trio hätte der Aufforderung, den Wagen zu verlassen, keine Folge geleistet, berichtete die Sicherheitsdirektion. Der Lenker sei vielmehr auf einen Beamten zugefahren, der zuvor den Zündschlüssel des Autos abziehen hatte wollen. Der Polizist musste daraufhin zur Seite springen und gab schließlich aus etwa eineinhalb Metern Entfernung stehend zwei gezielte Schüsse auf das linke Hinterrad des Fluchtfahrzeuges ab. Dabei sei jedoch niemand verletzt oder gefährdet worden.

Bei der Verfolgung konnte die Polizei den Pkw der mutmaßlichen Trickdiebe schließlich nach rechts in eine Böschung abgedrängen. In der Folge klickten die Handschellen für die 53 und 46 Jahre alten Algerier sowie den 51-jährigen Polen. Das Trio wurde laut Sicherheitsdirektion in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Weitere Erhebungen und Einvernahmen seien noch im Gang.

2008 schon Verfolgungsjagd bei gleicher Raststation
Der Rastplatz war bereits im April 2008 Schauplatz eines spektakulär endenden Falles gewesen: Drei Rumänen, die als "falsche Polizisten" anderen Ausländern an Autobahnen Geld abgenommen hatten, trafen dort auf echte Kriminalbeamte. Als sie entkommen wollten, gab die Polizei Schüsse auf das Fluchtfahrzeug ab, wobei ein Mann tödlich getroffen wurde. Seine damals ebenfalls verletzten Begleiter mussten sich in der Folge in Korneuburg vor Gericht verantworten. Im vergangenen Frühling wurde dann das Verfahren gegen die involvierten Beamten eingestellt: Die Anklagebehörde kam zu dem Schluss, dass sämtliche Schussabgaben nach dem Waffengebrauchsgesetz gedeckt seien.

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