Do, 23. November 2017

Tausende Infarkte

16.02.2010 09:51

Linzer Ärzte wehren sich gegen Abgabe von Herzlabors

Die Lebensretter wehren sich gegen jedes Totsparen und Umverteilen: Wenn die Linzer und Welser Herzzentren zwei Angiographielabors an die Landeskrankenhäuser in Steyr und Vöcklabruck abtreten müssten, dann könnte die Akutversorgung von Herzinfarkten in Oberösterreich nicht mehr gewährleistet werden.

Im Vorjahr starben mehr als 5.200 Landsleute an Herzerkrankungen, tausend an Infarkten. 340.000 Oberösterreicher leben außerhalb der  Reichweite der rettenden Kathetertische im Zentralraum, wo rund um die Uhr Gefäßverengungen gedehnt und abgestützt werden.

Deshalb wurde vor der Wahl einstimmig beschlossen, die Spitäler Ried, Steyr und Vöcklabruck mit neuen Angiographielabors auszustatten. Aber dann wollte man eher sparsam umverteilen, lieber auf Kosten des Ballungsraums die Randregionen aufrüsten.

"Nur über die Leichen der Linzer", legen sich die AKH-Ärzte quer, die pro Jahr 3.000 Koronarangiografien sowie 1.300 Herzinterventionen und Stentimplantationen durchführen. Unantastbar sei auch der Kathetertisch jener Koryphäen im Kinderspital, die jährlich 300  herzkranken Babys helfen – und das sogar epochal im Mutterleib.

Bio-Herzklappen für drei Patienten
Tolle Erfolge feiert auch jenes erfahrene Herzkatheterteam der Linzer Brüder-Schwestern-Spitalsgemeinschaft, das jeden vierten Akutinfarkt Oberösterreichs behandelt: Es konnte erstmals Anfang Februar drei Patienten mittels Katheter Bio-Herzklappen einführen.

"OÖ Krone"

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