Sa, 18. November 2017

Hartnäckig ermittelt

14.02.2010 18:47

Forscher vereint Geschwister nach mehr als 60 Jahren

Freudige Umarmungen und emotionale Momente hat Stefan Kirchweger aus St. Georgen am Steinfeld (Bezirk St. Pölten) schön öfters miterlebt. Das bringt sein Job mit sich, denn als Ahnenforscher führt er immer wieder Verwandte zusammen, die sich aus den Augen verloren haben. Ein besonders bewegender Fall war nun jedoch das Wiedersehen von zwei Geschwistern nach rund 60 Jahren.

"Ich freue mich einfach, wenn ich den Menschen helfen kann", sagt der Ahnenforscher. Er geht seinem Hobby schon seit mehr als 30 Jahren nach. Bereits 1978 gelang es dem Niederösterreicher, zwei Geschwister nach Jahrzehnten wieder zusammenzubringen. "Sie waren als Kleinkinder von der Mutter getrennt worden", erzählt Kirchweger.

Geschwister wurden 1949 getrennt
Ebenso erging es Maria Hörmann und Ferdinand Weber im Jahr 1949. Beide wuchsen jeweils bei Pflegeeltern auf. Die Pensionistin schilderte Kirchweger zufällig ihre Schicksal, worauf der Ahnenforscher gleich die "Ermittlungen" aufnahm.

Hartnäckige Recherchen in zum Teil verstaubten Unterlagen von Pfarr- und Gemeindeämtern in Wien und Niederösterreicher führten dann auch zum Erfolg. Nach mehr als 60 Jahren kam es schließlich zu einem bewegenden Treffen in Mistelbach. Kirchweger zufrieden: "Bruder und Schwester konnten sich endlich in die Arme schließen. Natürlich wurden Tränen vergossen und es gab viel zu erzählen."

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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