Di, 21. November 2017

‚Schlichtweg falsch‘

14.02.2010 14:34

Hypo dementiert 750.000 Euro ‚Handelsprovision‘

Die Niederösterreichische Hypo Investmentbank AG weist Vorwürfe zurück, wonach für die Transaktionen von weitgehend wertlos gewordenen Lehman-Papieren Provisionszahlungen getätigt worden seien. Es seien keine 750.000 Euro "Handelsprovision" bezahlt worden, das sei "schlichtweg falsch".

"Die Hypo Investmentbank betont ausdrücklich, dass im Zusammenhang mit dem angesprochenen Wertpapiergeschäft keinerlei Provisionszahlungen von Hypo getätigt wurden", so das Institut. Die in einem Bericht der Nationalbank genannte Summe sei darin auch nie als "Handelsprovision" bezeichnet worden.

Hintergrund dieses Dementis sind Vorwürfe, wonach die Hypo Investmentbank AG um den Jahreswechsel 2008/2009 weitgehend wertlos gewordene Lehman-Papiere um einen weit überhöhten Preis an die international tätige Großbank BNP Paribas verkauft und im Gegenzug niedrig verzinste Anleihen von BNP Paribas, die sie als werthaltige Papiere einbuchen konnte, erworben habe. Der Wert der von der Hypo gehaltenen Lehman-Anleihen war nach dem Zusammenbruch des Investmenthauses von 17 Millionen auf knapp drei Millionen Euro gefallen, in der Bilanz drohten der Hypo Verluste.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vorstände
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten leitete in diesem Zusammenhang bereits am 2. Dezember 2009 gegen die Hypo-Vorstände Peter Harold und Richard Juill Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung ein - es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Der Grüne Volker Plass forderte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl nun auf, Harold wegen der Ermittlungen in der Kammer abzulösen. Immerhin sitze Harold für den ÖVP-Wirtschaftsbund im Parlament der Wirtschaftskammer NÖ und im Bundesfachverband der Landeshypothekenbanken.

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