Mi, 22. November 2017

„Sorgenkind“ Natur

13.02.2010 17:00

Vision steht: 75 Mio. Euro für ein 120-km-Pistenparadies

120 Pistenkilometer und mindestens 30 Lifte – so sieht die Vision des Großskigebiets Hinterstoder-Vorderstoder-Wurzeralm aus. Derzeit nur am Papier – denn etwa 75 Millionen Euro Investitionen wären für sieben neue Lifte und rund 60 zusätzliche Pistenkilometer nötig. Auch Hotels und das "Ja" des Naturschutzes fehlen.

Letzteres könnte sich als kleineres Problem herausstellen. Naturschutz-Landesrat Manfred Haimbuchner (FP) ist offen: "Es wäre klug, vor Verfahrensbeginn zu mir zu kommen, dann könnten wird Probleme am kurzen Weg klären. Ich sage nicht von Anfang an Nein."

Sorgen machen der Auerhahn und das Raufußhuhn, deren Reviere durch die neuen Lift- und Pistentrassen berührt würden. "Diese Bedenken gab es beim Bau der Schafkögel-Bahn, und alles war problemlos", sagt Gerhard Lindbichler, Bürgermeister von Vorderstoder, der sich durch das Großskigebiet ein Aufleben der Region und des Ortes erhofft.

Und so sieht eine Variante Hinterstoder-Vorderstoder-Wurzeralm aus: Von der bereits erschlossenen Edtbauernalm in Hinterstoder würde eine Liftverbindung "in die Schling" führen. Von dort ein Lift auf die Steyrsbergerreith, wo auch ein Zubringerlift aus Vorderstoder einmünden würde, dann ginge eine Trasse zum Schafferteich. Von dort auf die Zeller Hütte und dann auf den Toten Mann (2.131 Meter Seehöhe) – der letzte Lückenschluss wäre die Gondel vom Toten Mann zur bestehenden Wurzeralm-Station "Frauenkar".

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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