So, 19. November 2017

„Überzogene Aktion“

10.02.2010 15:43

Badener „Schönste Stadt“-Kampagne weiter in der Kritik

Die bis St. Pölten reichende "Schönste Stadt"-Plakatkampagne der Badener Volkspartei unter Bürgermeisterin Erika Adensamer stößt nun auch bei den politischen Mitbewerbern in der Kurstadt selbst auf Kritik. Nach der SP, die der Stadtchefin mangelndes Feingespür vorwarf, haben sich am Mittwoch auch die Grünen zu Wort gemeldet. Es brauche keine Beleidigung der anderen 572 Gemeinden im Land.

Die Volkspartei Baden setze bewusst auf "Wahlwerbung der anderen Art", hatte Vizebürgermeister Kurt Staska vor wenigen Tagen angekündigt und eine bis in die Landeshauptstadt reichende Kampagne vorgestellt, wo an der Auffahrt zur Autobahn zu lesen ist: "St. Pölten verlassen Sie hier. Die schönste Stadt Niederösterreichs erreichen Sie in 45 Minuten: Baden." Auf anderen Sujets ist ebenfalls von der "schönsten Stadt" des Bundeslandes zu lesen.

SP-Baden verlangt Entschuldigung von Adensamer
Adensamer "tritt die Gefühle der St. Pöltner für ihre Heimatstadt mit Füßen", bemerkte die SP-Baden zu der Kampagne. Spitzenkandidat Markus Riedmayer richtete die Aufforderung an die Bürgermeisterin, sich umgehend bei der Bevölkerung der Landeshauptstadt zu entschuldigen. Außerdem sei Baden als Gesundheits- und Kurstadt auf Tagestouristen angewiesen und könne es sich gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten "nicht leisten, auf wichtige Einnahmen zu verzichten".

Grüne verweisen auf 573 schöne Gemeinden in NÖ
Niederösterreich habe "573 schöne Gemeinden" merkte die Landtagsabgeordnete Helga Krismer, Spitzenkandidatin der Grünen in der Kurstadt, an. Sie ortet durch die Kampagne, die "überzogen" sei, "großen Schaden für die Tourismusdestination Nummer 1 im Land, Baden". Nicht zuletzt werde die Stadt lächerlich gemacht.

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