Sa, 18. November 2017

Brand gelegt

09.02.2010 16:51

Zwei Anschläge auf belgisches Bierlokal geben Rätsel auf

Zwei mysteriöse Anschläge auf ein belgisches Bierspezialitäten-Lokal in der Bergstraße beschäftigen derzeit die Salzburger Polizei. Mithilfe eines Molotowcocktails wollte ein Unbekannter Feuer legen. Die Brandschutztür hielt der Hitze aber stand. Nun wurde auch noch die gläserne Eingangstür eingeschlagen.

"Wir bieten im 'L'Alchimiste Belge' 32 verschiedene Sorten belgisches Bier an. Den Salzburgern schmeckt es. Wir haben keine Feinde und hatten noch nie irgendwelche Probleme." Der 28-jährige Robby Hasebrouck (rechts im Bild) und der gleichaltrige Dirk Baert (links) können sich nicht erklären, wer es auf sie und ihre Bar abgesehen hat.

Bereits vor zwei Wochen kam es zum ersten Anschlag. "Ein Unbekannter hat eine Whiskeyflasche mit einem brennenden Stofffetzen zu unserem Seiteneingang gestellt. Gott sei Dank hielt die Brandschutztür der Hitze stand. So ist niemandem etwas passiert", meint Hasebrouck.

Mulmiges Gefühl
Nachbarn hatten sofort die Polizei und die Feuerwehr verständigt. Der Täter muss über das Stiegenhaus, das an diesem Tag nicht versperrt war, zum Seiteneingang des Lokals gelangt sein. "Wir haben uns zunächst noch nicht so große Sorgen gemacht und dachten, jemand hat sich zufällig unser Lokal als Tatort ausgesucht. Nun wurde aber am Wochenende mitten in der Nacht unsere Eingangstür aus Sicherheitsglas mit einem Stein eingeschlagen. Das ist kein Zufall mehr. Das war sicher wieder derselbe. Wir haben jetzt ein mulmiges Gefühl, wenn wir die Bar nach der Arbeit verlassen", verraten Hasebrouck und Baert.

Angst vor weiterem Anschlag
Auch die Nachbarn fürchten sich vor einem weiteren Anschlag. In dem Gebäude, in dem das belgische Lokal untergebracht ist, gibt es noch zwei Privatwohnungen. "Wir hoffen, dass dieser feige Attentäter rasch gefunden wird", so Hasebrouck und Baert. Dass die Anrainer etwas mit der Sache zu tun hätten, glauben sie auf keinen Fall.

Noch kein konkreter Verdacht
Die Polizei sicherte Spuren und ermittelt bereits. "Wir vermuten den Täter am ehesten im privaten Umfeld der beiden Belgier", erklärt Kripo-Chef Andreas Huber. Einen konkreten Verdacht gibt es noch nicht.

Kronen Zeitung

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