Di, 21. November 2017

Festspiel-Skandal

06.02.2010 12:31

Staatsbürgerschaft gegen Spende erhalten?

In der Festspiel-Affäre ist nun ein weiterer Verdacht aufgetaucht: Der FPK-Nationalratsabgeordnete Martin Strutz vermutet, dass einem russischen Kunstmäzen für eine großzügige Spende an die Oster-Festspiele bei seinen Bemühungen um die österreichische Staatsbürgerschaft geholfen wurde. Laut SP-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller gibt es jedoch keinen Zusammenhang zwischen Spende und Staatsbürgerschaft.

2,5 Millionen Euro hat Igor Vidyaev den Oster-Festspielen zukommen lassen. Im jüngsten Prüfbericht bezüglich der Oster-Festspiele findet sich sein Name, weil von diesem Betrag 300.000 Euro unerlaubterweise als Provision abgezweigt und auf ein Konto in Nordzypern überwiesen worden sein sollen.

Wohnsitz von Vidyaev und Kretschmer identisch?
Damit das Staatsbürgerschafts-Verfahren in Salzburg durchgeführt werden konnte, musste der Kunstmäzen einen Wohnsitz im Bundesland haben. Anfang des Jahres 2009 befand sich dieser an derselben Adresse, an der auch Klaus Kretschmer, ehemaliger Technischer Direktor der Salzburger Festspiele, anzutreffen ist. So steht es in der Stiftungsurkunde der „Vidyaev Kunst-, Kultur- und Sportförderungs-Privatstiftung“, die wiederum ihren Sitz am selben Standort wie die Oster-Festspiele hat.

Burgstaller wies Vermutungen über einen Zusammenhang umgehend zurück. Strutz kündigte in einer Aussendung jedoch eine parlamentarische Anfrage an, mit der geklärt werden soll, ob es einen Zusammenhang zwischen Spende und Staatsbürgerschaftsantrag gegeben habe.

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