Mo, 23. Oktober 2017

Zunahme durch Krise

05.02.2010 09:51

Angst und Streß – 36.000 Landsleute alkoholkrank

Die gute Nachricht zuerst: Die Therapie von Alkoholkranken dauert nur noch sechs statt bisher acht Wochen. Möglich gemacht wird das durch die neue Tagesklinik im Linzer Landes-Nervenkrankenhaus. Die schlechte Nachricht: Wegen der Krise betäuben mehr Landsleute als sonst ihre Ängste mit Alkohol.

Nach 33 Jahren wurde die einstige "Trinkerheilanstalt" in Traun aufgelöst und in eine 20 Betten starke Tagesklinik in Linz und eine 40-Betten-Abteilung im "Sonnenpark" der pro mente in Bad Hall aufgesplittet. So wurde in Traun eine Generalsanierung um 13,5 Millionen Euro vermieden und zudem wurden 24 stationäre Betten "abgebaut", sprich eingespart.

Durch die ambulante Behandlung soll der Einstieg in den Ausstieg aus der Alkoholsucht erleichtert werden, erklärt Werner Schöny, der ärztliche Direktor der Nervenklinik: "Kurze Therapien gewinnen ganz enorm an Bedeutung, denn das Klischee des ungebildeten und sozial schwachen alkoholkranken Menschen ist überholt."

Kein "Unterschichten-Problem"
"Wir haben es zunehmend mit Patienten aus der Mittelschicht zu tun, die am Arbeitsplatz und privat auf ihr Alkoholproblem angesprochen werden und sich deshalb einer Therapie unterziehen", so Schöny.

In Oberösterreich gibt es rund 36.000 Alkoholiker, pro Jahr werden etwa 1.000 behandelt, die Heilungsquote liegt bei 45 Prozent.

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