Sa, 18. November 2017

Unhöfliche Nachbarn

03.02.2010 17:36

Waldviertler Bauern in Sorge wegen Gen-Mais an Grenze

Österreichs europaweit vorbildliche Gentech-Freiheit wird wieder einmal massiv bedroht: Schon im Frühjahr wollen tschechische Großbauern in Grenznähe manipulierten Mais anbauen – und zwar im großen Stil! Durch den Pollenflug droht vor allem im benachbarten Waldviertel eine Verseuchung der bisher sauberen Kulturen.

Offenbar klammheimlich soll im Raum Budweis die Gen-Saat aufgehen. "Schon im Frühjahr wird dort – nur 150 Kilometer von Österreich entfernt – der manipulierte Mais aus der Erde schießen. Und zwar auf riesigen Flächen", schlagen besorgte Imker Alarm. Vor wenigen Tagen war unseren Bienenzüchtern diese vertrauliche Meldung von tschechischen Berufskollegen zugespielt worden.

Verhinderung offenbar nicht mehr möglich
Verhindern lässt sich die großflächige Naturzerstörung wohl nicht mehr. Denn die Agrarbehörden unseres Nachbarstaates ignorieren alle Risiken komplett. GLOBAL-2000-Experte Karg: "Damit ist ihnen auch die Verseuchung im bisher sauberen Waldviertel egal."

Vorstoß bei EU-Behörden gefordert
Angesichts dieser massiven Gefahr appelliert Niederösterreichs Agrarlandesrat Stephan Pernkopf an seinen Parteifreund Minister Niki Berlakovich, einen sofortigen Vorstoß bei der EU zu machen, denn: "Es gibt keine bindenden Rechtsgrundlagen über grenzüberschreitenden Schutz von gentech-freien Äckern und Feldern."

von Mark Perry und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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