Sa, 25. November 2017

Vorsicht, Falle!

01.02.2010 09:36

Lottobetrüger buchen sogar von sicheren Konten ab

Otto S. aus Maishofen wollte es einfach wissen: Nachdem den 54-jährigen Rentner ein dubioser Lotto-Anruf erreicht hatte, gab er die Nummer eines extra eingerichteten "Test-Kontos" an, das er mit sämtlichen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet hatte. Trotzdem wurden monatlich zehn Euro abgebucht, von einer unbekannten Adresse. "Es gibt wirklich nichts, das es nicht gibt", schüttelt Otto S. mittlerweile nur noch den Kopf. "Eigentlich darf so was nicht gehen."

Im Juni 2009 erreichte den Pensionisten ein dubioser Anruf einer Lotto-Gesellschaft. "Sie haben 130 Euro gewonnen. Wir brauchen nur ihre Bankverbindung", sagte eine Dame. S.: "Ich merkte gleich, das ist eine Falle. Aber ich wollte einfach mal schauen, was passiert…"

Also gab der findige Rentner die Nummer eines "Späßchen-Kontos", wie er es nennt, an. Das hat er kurz zuvor bei seiner Bank einrichten lassen – mit allen Beschränkungen. "Ohne Einlage, ohne jegliche Überziehungsmöglichkeit, auch dass keine Einziehungsaufträge möglich sind. Ein Hochsicherheits-Konto, das ich quasi sperren habe lassen", erzählt S.

Monatlich zehn Euro abgebucht
Umso größere Augen machte der Pinzgauer, als er im Oktober einen Auszug seines "Spaß-Kontos" holte. Denn neben der üblichen Kontogebühr wurden jedes Monat 9,60 Euro abgebucht. Von einer dubiosen Adresse aus Spanien mit wirren Zahlen- und Buchstabenkombinationen. S. verwundert: "Ich habe aber nie irgendetwas unterschrieben." Heute ist sein "Test-Konto" mit 114 Euro belastet.

Auf Nachfrage bei der Bank hieß es nur, dass S. "den bestehenden Dauerauftrag stornieren" kann. Rückgängig gemacht werden können die Konto-Ausgänge aber nicht. Wer der Abbucher ist, konnte nämlich nicht eruiert werden…

von Max Grill, Kronen Zeitung

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