Di, 21. November 2017

Gefängnis gefilzt

28.01.2010 17:20

Großrazzia mit Hunden in der Justizanstalt Stein

Mit einem Überraschungsbesuch von 120 Beamten aus ganz Österreich im Hochsicherheitsgefängnis Stein (Bezirk Krems) hat die Justiz eine geheime Kommandoaktion gestartet. Unterstützt von 16 Suchtgift- und Sprengstoffhunden wurde der "Felsen" – wie die Anstalt unter Häfenbrüdern heißt – auf den Kopf gestellt.

Um die etwa 700 Insassen (unter ihnen mehrere Dutzend Lebenslange) nicht vorzuwarnen, versammelten sich die Einsatzkräfte kurz vor neun Uhr bei der Kremser Kaserne. "Während die Gefangenen zu den Werkstätten gingen und ihre Zellen verwaist waren, schritten wir blitzartig ein", schildert Oberstleutnant Erich Huber-Günsthofer. Neben Leibesvisitationen wurden auch sämtliche Hafträume auf verbotene Gegenstände untersucht. Im Blickpunkt der Fahnder: verbotene Waffen, Handys, Drogen und manipulierte Computer.

Und tatsächlich wurden die Beamten rasch fündig: zu Stichwaffen umfunktionierten Bestecke, Mobiltelefone, geringe Mengen Suchtgift, aber auch Computerteile sowie selbstgebaute Hanteln förderten die Ermittler der Polizei zu Tage.

"Schon im Vorfeld wird bei uns streng kontrolliert, so hielten sich die beschlagnahmten Gegenstände daher schon in Grenzen", erklären Generalleutnant Peter Prechtl und Justizministerin Claudia Bandion-Ortner unisono. Weitere Großrazzien werden aber mit Sicherheit folgen.

von Florian Hitz, Kronen Zeitung

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