Fr, 24. November 2017

Anabolika in Oblaten

27.01.2010 16:43

Bäcker produziert „Doping-Hostien“ im Waldviertel

Das ist selbst für erfahrene Ermittler neu gewesen: Ein Bäcker aus dem Waldviertel produzierte zwischen Brot und Semmeln auf einer eigenen Maschine "Doping-Hostien". 30.000 der mit Anabolika beschichteten Oblaten wurden per Post an Bodybuilder bis nach Amerika verschickt - mit Millionengewinn.

Denn während die Herstellungskosten der sogenannten Blades lediglich 1,50 Euro pro Stück betrugen, wurden die "Doping-Hostien" dann mit zumindest 4.000 Prozent Gewinn ab 60 Euro aufwärts verkauft. Die großteils muskelbepackten Kunden bekamen die "heiße Ware" als unauffällige Briefsendung zugesandt. Vor dem Training mussten die Bodybuilder die mit den Wirkstoffen beschichteten Oblaten dann nur noch unter der Zunge zergehen lassen.

Erfolg nach vierjährigen Ermittlungen
Nach mehr als vier Jahren beendeten Beamte des Landeskriminalamtes, Ermittlungsbereich Umweltgruppe, nun das florierende kriminelle Geschäft. Auftraggeber des auf freiem Fuß angezeigten Bäckers (66) aus Niederösterreich und Boss der Doping-Bande soll ein bereits Ende  vergangenen Jahres – wir berichteten – festgenommener 47-Jähriger sein.

Obwohl in Österreich nicht gemeldet, fuhr  der arbeitslose Familienvater einen Porsche und kaufte sich durch den Millionengewinn aus dem weltweiten Internethandel – auch mit anderen Hormonen sowie gefälschten Viagra-Pillen – mehrere Immobilien im In- und Ausland.

von Christoph Budin, Kronen Zeitung

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