So, 19. November 2017

Flugrettungsstreit

26.01.2010 10:07

Knaus unter Druck ++ Land verdoppelt Zuschüsse für 2011

Beim Streit um die Salzburger Flugrettung steht auch viel Steuergeld auf dem Spiel – das zeigen die Budgetpläne des Landes. Im heurigen Jahr kommt man noch mit Beiträgen von 408.800 Euro aus, 2011 geht es um eine halbe Million mehr, also um 908.800 Euro!

Das Geld finanziert übers Rote Kreuz die Honorare der Ärzte und Sanitäter, die in den Helikoptern mitfliegen. Dazu fließt einiges an die Leitstelle und wird für Telefon, Mieten, Einsatzkleidung und Sanitätsmaterial ausgegeben. Sogar für Reinigung ist Landes-Geld vorgesehen. 2011 soll die Unterstützung verdoppelt werden, weil der ÖAMTC mit Ende 2010 den Vertrag zur Flugrettung gekündigt hat und ein zweiter Heli-Standort geplant ist.

ÖAMTC als alleiniger Anbieter
"Es geht um Geld", rechnet Unfallchirurg Harald Hertz: "Fünf Millionen Minus bringen die Flugretter für den ÖAMTC im Jahr." Mit einem Flugverbot für Knaus-Helis "hat das nichts zu tun." Aber: Wie in Tirol plant Salzburg eine Ausschreibung, wer ab 2011 die Flugrettung betreiben soll. Dann steht der ÖAMTC fast als alleiniger Anbieter da, wenn Knaus seine Helis nicht mehr fliegen lassen darf.

Teuer für die Steuerzahler
Karl Schnell dazu: "Hat der Touringklub das Monopol, wird es für den Steuerzahler teuer. Die Privaten erhalten keine Hilfe, für den ÖAMTC kommt ab 2011 eine zweite Einsatzzentrale. Und später werden auch die Preise für die Einsätze steigen."

Knaus unter Druck
Statt Knaus zu helfen, setzt ihn das Ministerium weiter unter Druck: Jetzt muss er belegen, wie es mit seiner Firma weitergehen soll, weil ihm mit der Flugrettung ein guter Teil seines Geschäftes verloren ging.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
Bild: 13.000 unterschrieben für Knaus und sein Team.

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