Mi, 22. November 2017

„Wir brauchen Hilfe!“

25.01.2010 14:08

Gleiche Gruppe ruft an einem Tag zwei Mal Heli zur Rettung

Gleich zweimal hat am Sonntag im Glocknergebiet bei Kals in Osttirol der Hubschrauber ausrücken müssen, um eine vierköpfige Bergsteigergruppe aus Salzburg aus ihrer alpinen Notlage zu befreien. Das erste Mal flog der Notarzthubschrauber gegen 14.00 Uhr, weil ein 40-jähriges Gruppenmitglied aufgrund von Knieproblemen nicht mehr weiter konnte. Der zweite Einsatz war dann kurz nach 17.00 Uhr nötig.

Die verbliebenen drei Männer sahen sich nicht mehr in der Lage, weiter in Richtung Gipfel aufzusteigen.

Ziel: Glockner-Gipfel
Die vier Männer im Alter zwischen 24 und 49 Jahren hatten eine Winterbesteigung über den Stüdlgrat auf den Gipfel in einer Höhe von 3.798 Metern geplant. Um 6.00 Uhr in der Früh starteten sie mit Skiern vom Lucknerhaus. Sieben Stunden später erreichten sie den sogenannten "Frühstücksplatz" auf einer Höhe von 3.550 Metern. Der Aufstieg hatte sich für die Alpinisten aufgrund des hohen Schnees und des großteils stark vereisten Felsens schwieriger als erwartet gestaltet. Der 40-Jährige klagte über Kreislaufprobleme und Knieschmerzen und gab auf. Er wurde mit einem 30-Meter-Tau geborgen und ins Tal geflogen.

Der Rest der Gruppe setzte den Aufstieg fort. Die Verhältnisse wurden allerdings immer schwieriger, weshalb sie nur langsam vorankamen. Kurz nach 17.00 Uhr erreichten sie die "Platte" genannte Schlüsselstelle kurz unterhalb des Gipfels auf 3.730 Metern. Dort war der Schnee hüfthoch und "grundlos", was die verbliebenen Alpinisten zum Aufgeben veranlasste. Auch sie wurden schließlich mit dem Hubschrauber des Innenministeriums geborgen.

Symbolbild

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