Fr, 24. November 2017

Im schiefen Licht

22.01.2010 18:06

Unfallopfer haben „objektive Gefahr leider unterschätzt“

Mit einem schweren Unfall letztes Wochenende gerieten die Eiskletterer im Gasteiner Tal unfreiwillig in die Schlagzeilen. "Die Kollegen haben die objektiven Gefahren unterschätzt", weiß Rudolf Hauser, einer der Stars im senkrechten Eis. "Das macht leider ein schlechtes Bild."

Das Anlauftal ist erste Adresse für die Artisten im steilen Eis. "Da gibt’s beste Voraussetzungen", weiß Hauser. Mit Freunden wie Alexander Holleis und Rupert Huber kletterte er in den letzten Tagen die spektakulärsten Eisfälle hoch: Centercourt, Rodeo, Supervisor und Mordor heißen die Routen.

Hunderte Meter in der Vertikalen – und das auf Eis. Als Sahnehäubchen kletterte Hauser zuletzt durch den "Supervisor" sogar solo, und nächste Woche ist er für einen Film in der Gasteiner Eisarena im Marathon-Einsatz.

"Eisklettern ist ja die Königsdisziplin – neben Technik sind auch beste Kenntnisse über Eis und Wetter gefragt." Um so mehr stört es die Kletterer, wenn etwas passiert: "Der Höhwart-Fall, wo der letzte Unfall war, ist einfach objektiv gefährlich, weil Wasser darunter abläuft und deswegen öfter was wegbricht."

Die Seilschaft hat gewusst, dass ein Riss im Eis ist, und ging trotzdem. Das Risiko nahmen sie. Vor 20 Jahren ist dort sogar ein Kletterer ertrunken, der hinters Eis in den Wasserfall stürzte

von R. Redthenbacher, Salzburger Krone

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