Di, 21. November 2017

Nach Zugunfall

20.01.2010 09:56

So will Oberndorf jetzt leichtsinnige Lenker stoppen

Der Unfall, bei dem am Montag ein bayrischer Lenker am Oberndorfer Bahnübergang mit seinem Pkw gegen die Lokalbahn gekracht ist, wird ein Nachspiel haben. Die Kreuzung soll zusätzlich mit einer Rotlicht-Kamera bestückt werden. Leichtsinnige Lenker, die gerade noch passieren wollen, sollen so abgeschreckt werden.

Der 22-jährige Bayer hatte riesiges Glück: Sein Wagen, ein alter Audi 80, wurde bei der Kollision mit der Lokalbahn zwar komplett zerstört, der Lenker selbst erlitt aber nur Schrammen und Prellungen und kam zur Beobachtung ins Spital (Details siehe Artikel in der Infobox!). Ein Alko-Test bei dem 22-Jährigen verlief negativ. Der Schaden, den er verursachte, ist allerdings beträchtlich: Die Lokalbahn-Züge waren eine Stunde lang blockiert, der Sachschaden am Triebwagen beträgt über 10.000 Euro.

Lenker verantwortungslos
Gunter Mackinger, Chef der Lokalbahn: "Dieses: 'Es wird schon noch gut gehen' mancher Lenker ist einfach verantwortungslos. Denn auch der Zugsführer wird ja zum Opfer: Durch den halben Herzinfarkt, den er bei so einem Zwischenfall erleidet, auch wenn niemand zu Schaden kommt."

Kamera und Strafen als Abschreckung
Beim Vorfall in der Brückenstraße am Montagabend wurden weder der Lokführer (52) aus Haigermoos noch die 15 Passagiere, die sich auf der Fahrt nach Salzburg befanden, verletzt. Es ist dies jedoch die fünfte Karambolage auf einem Bahnübergang seit 2007. Lokalbahn und die Gemeinde überlegen nun, leichtsinnige Lenker künftig durch eine Rotlicht-Kamera zu stoppen: "Wenn sie schon der Hausverstand nicht von dem lebensgefährlichen Manöver abhalten kann, dann sollte das in Zukunft durch saftige Strafen möglich sein", so Gunter Mackinger.

von Wolfgang Weber (Kronen Zeitung) und krone.at

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