Do, 14. Dezember 2017

Schock im Steyrtal

18.01.2010 16:46

Feuer faszinierte Buben - und kostete ihn nun das Leben

Das gesamte Steyrtal steht unter Schock: Niemand kann fassen, dass der dreijährige Sandro in Grünburg an Rauchgasen erstickt ist. Wie berichtet (Nachlese in der Infobox), hatte der Kleine gezündelt - diese Vermutung wurde nun auch von Brandsachverständigen bestätigt. Sandros Mutter und sein großer Bruder werden psychologisch betreut.

Auch Grünburgs Bürgermeister Gerald Augustin ist fassungslos. Er kennt die Familie gut. "Wir als Gemeinde sind natürlich für die leidgeprüfte Frau da", sagt er. Besonders tragisch: Der Brand selbst war gar nicht so schlimm und beschränkte sich auf den kleinen Holzverschlag in der Mansarde - das Haus (Bild) blieb bewohnbar.

Weg für Mutter war versperrt
Doch die giftigen Rauchgase im winzigen Kammerl genügten, um den kleinen Sandro zu töten. Er hatte sich unter den glosenden Matratzen versteckt, statt zu flüchten. Seiner Mutter war der Weg zu ihm durchs verqualmte Stiegenhaus versperrt.

Kind schon immer von Feuer fasziniert
Wie so viele Kinder, war auch dieser kleine Bub vom Feuer fasziniert. Auch wenn er bei der Oma war, wenn seine alleinerziehende Mutter arbeitete, fühlte er sich von der Glut im Ofen angezogen. Er soll auch schon mehrmals gezündelt haben, am Samstag kostete ihn das sein Leben.

Auch Helfer unter Schock
Am Sonntag konnten die Brandermittler die ersten Vermutungen nur noch bestätigen: Sandro hat gezündelt und ist erstickt. "Als wir den toten Buben im verqualmten Zimmer gefunden haben, war das auch für uns sehr schlimm", sagte Feuerwehr-Kommandant Theodor Weiß. Auch die Helfer nahmen psychologische Hilfe in Anspruch.

von Hedwig Savoy (Kronen Zeitung) und krone.at

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden