Di, 21. November 2017

Wirbel beim Land

18.01.2010 09:14

Neue „Monster-Abteilungen“ sorgen für Ärger

Bei den Beamten im Land rumort es wieder. Diesmal geht es nicht um Gehälter, sondern um die interne Organisation im Amt. Die Politik schuf drei "Monster-Abteilungen", in denen über 60 Prozent der 2.000 Mitarbeiter werken. "Völlig aufgebläht und viel zu teuer", kritisieren die Personalvertreter des Landes empört.

"Es ist untragbar, wie hier Steuergeld verpulvert wird", rechnet Personalvertreter Helmut Priller (Bild). Wie in der Gewerbeabteilung: Sie umfasste Juristen aus allen Bereichen, die für alle Abteilungen arbeiteten – Experten halfen in anderen Bereichen aus, die Arbeit ging schneller.

Jetzt geht der Abteilungsleiter in Pension, dafür werden die Juristen um viel Steuergeld in die einzelnen Abteilungen rückversetzt, "und das gegenseitige Aushelfen, das Geld sparte, fällt weg", erklärt Priller.

Unterbesetzt und unzumutbar
Oder die Wohnbau-Abteilung: Sie ist unterbesetzt, eine Mitarbeiterin erhielt keinen Vertrag mehr. "Jetzt häufen sich Krankenstände, Arbeit bleibt liegen." Das ist Mitarbeitern und Bürgern unzumutbar. Statt Jobs im Amt nachzubesetzen, "bläht die Regierung ihre Büros auf", wissen Gewerkschafter.

"Schlanke Verwaltung sieht anders aus"
Dazu macht die Politik drei "Monster-Abteilungen" – "Baudirektion, Agrarabteilung und die Landesamtsdirektion". Dort sind 60 Prozent des gesamten Personals im Amt. Die Mitarbeiter sind "überall in der Stadt verteilt, Koordination geht nicht", klagen Bedienstete. "Da wird nichts gespart, weil diese Abteilungen zusätzliche Chefs brauchen – die Hälfte der Führungspositionen ist in diesen drei Abteilungen." Priller: "Diese Einteilung ist gesetzwidrig, aber das kümmert die Politik nicht. Statt dessen bläht sie weiter auf – nun hat man den Gewässerschutz der Agrarabteilung zugeteilt. Schlanke Verwaltung sieht anders aus"

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
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