Di, 21. November 2017

Tschick-Aufregung

12.01.2010 15:36

Rihanna provoziert nackt ++ Proteste gegen „Avatar“

Popsängerin Rihanna provoziert die Gegner von Zigarettenrauch und Tabakkonsum. Nackt, wie Gott sie in der Karibik schuf, nur mit Hut bekleidet und einem "Rude Boy"-Plakat verhüllt, posiert die Schöne für ihre neue Single. Der Skandal: Aus ihrem Mundwinkel hängt eine Zigarette. Proteste von Organisationen, die Jugendliche davon abhalten wollen, zum Glimmstängel zu greifen, sind vorprogrammiert.

Gilt es doch als erwiesen, dass besonders junge Menschen Stars als Vorbilder sehen. Auch Hollywood-Filme gelten als Verführer, wenn es um die Darstellung des blauen Dunstes geht. So sorgt derzeit der Milliarden-Blockbuster "Avatar" und seine rauchende Hauptfigur für Protest und Aufruhr in den USA und die Forderung, den Film für Kinder zu verbieten.  

Rauchende Weaver sorgt für Protest
Eine amerikanische "Initiative für rauchfreie Filme" hat am Dienstag mit ganzseitigen Anzeigen dagegen protestiert, dass Schauspielerin Sigourney Weaver in dem Film zur Zigarette greift.

"Rauchen in für Kinder freigegebenen Filmen - jetzt auch in 3D", heißt es in den Annoncen, die der Initiative zufolge in den Branchenblättern "The Hollywood Reporter" und "Variety" veröffentlich wurden. Der Film dürfe nicht schon für 13-Jährige zugelassen werden, sondern müsse ein "R-Rating" als Film für Erwachsene bekommen.

40 Millionen Mal Tabakkonsum
"Seit 40 Jahren sind in Amerika Werbefilme für Tabak verboten", heißt es in der Anzeige. "Aber für jeweils 100 Millionen Dollar, die 'Avatar' einspielt, bekommt das Publikum 40 Millionen Mal Tabakkonsum zu sehen. Das entspricht Gratiswerbung in Höhe von 50 Millionen Dollar für die Tabakindustrie", behauptet die Initiative. Besonders bedenklich sei, dass mit Weaver als "Dr. Grace Augustine" eine positive Figur zur Zigarette greife.

Regisseur James Cameron unter Beschuss
Die Initiative wirft Regisseur James Cameron vor, schon mit seinem Hit "Titanic" vor zwölf Jahren Werbung für Zigaretten gemacht zu haben. "Eine junge Frau erklärt ihre Unabhängigkeit, indem sie eine Zigarette annimmt - ein Anachronismus im Jahr 1912. Bei "Avatar" wird im Jahr 2154 geraucht, von einer reifen Wissenschaftlerin." Und das, obwohl "Avatar - Aufbruch nach Pandora" 30 Millionen Dollar staatliche Fördergelder kassiert habe. "Das Publikum muss nicht nur dreidimensional Zigarettenwerbung ertragen, es muss auch noch mit Steuergeldern dafür zahlen."

Der Film wurde außerdem kürzlich von der Website SceneSmoking.org mit dem "Black Lung"-Award ausgezeichnet. 

Foto: Viennareport

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