Mo, 18. Dezember 2017

Nach Brummi-Unfall

09.01.2010 16:25

Bauarbeiten am "Passauer Tor" starten

Mit einer Anzeige wegen Fahrerflucht muss nun jener 41-jährige Brummi-Lenker rechnen, der mit seinem Lastwagen das 600 Jahre alte "Passauer Tor" in Schärding zerstört hatte. Der Fernfahrer war, wie berichtet, nach dem spektakulären Crash unbeirrt weitergefahren und wollte vom Zwischenfall nichts bemerkt haben.

Der angerichtete Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. "Das war noch Glück im Unglück, dass beim Unfall keine Menschen im Gebäude waren, denn dann hätte es ganz schlimm enden können", sagte Matthias Zauner, Obmann des Schärdinger Kameradschaftsbundes.

40 Tonnen gegen Gebäude
Der residiert ja bekanntlich direkt über dem völlig zerstörten Tor. Wo einst Fenster waren, klafft jetzt ein riesiges Loch. Verursacht hat alles ein 41-jähriger Kraftfahrer aus Bulgarien, der am Freitag mit seinem 40-Tonner durch das denkmalgeschützte Wahrzeichen donnerte.

Weil er die Höhe seines Kühltransporters falsch eingeschätzt hatte, wurde das Tor teilweise eingerissen. Unbeirrt fuhr der Bulgare samt einigen Tonnen Schutt auf dem Lkw einfach weiter und konnte erst nach vier Kilometern bei Schardenberg angehalten werden.

Er hätte vom Unfall nichts bemerkt, gab der Chauffeur bei der Polizei zu Protokoll. Was ihm jetzt eine saftige Strafe wegen Fahrerflucht einbringen wird.

Rasche Renovierung
Wo einst der Kameradschaftsbund untergebracht war, sieht es jetzt aus wie nach einem Bombenangriff. Doch Obmann Matthias Zauner blickt trotz der Misere bereits wieder voller Zuversicht in die Zukunft: "Am Montag fangen schon die Bauarbeiten an. Das Denkmalamt und eine Baufirma haben sich das Ganze schon angeschaut. Derzeit ist das gewaltige Loch mit Planen gut verhängt, damit wir durch die Kälte nicht noch größere Probleme bekommen. Und Statiker haben den Torbogen untersucht und gepölzt. Ich hoffe, dass wir in zwei oder drei Wochen die Vereinsräume wieder benützen können."

Die Durchfahrt wird in den nächsten zwei Wochen gesperrt bleiben müssen.

von Johannes Nöbauer, "OÖ-Krone"

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