Mi, 22. November 2017

Meterhohe Flammen

08.01.2010 19:08

Ställe ausgebrannt: Lösten Obdachlose den Brand aus?

Meterhohe Flammen sind am Freitag aus den alten Pferdeställen am Trabrennbahn-Gelände in Salzburg-Liefering geschlagen (siehe Bild). Passanten schlugen Alarm, die Feuerwehr löschte drei Stunden lang, doch der Einsatz war nicht einfach: Der nächste Hydrant stand einen Kilometer entfernt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Ende des Monats hätten in Liefering die Bagger auffahren sollen. Dann wären die Holz-Baracken abgerissen worden, auf dem Gelände soll nämlich die Red-Bull-Fußballakademie entstehen.

Nun haben die Flammen einen Teil der Abbruch-Arbeit erledigt. „Wir sind um 8.30 Uhr alarmiert worden. Als wir ankamen, brannte eine ganze Stallreihe bereits lichterloh“, schildert Berufsfeuerwehrchef Eduard Schnöll. Die Flammen hatten sich auf einer Länge von 300 Metern ausgebreitet. „Weil es dort keine gute Wasser-Anbindung gibt, nahmen wir einen Lkw mit 10.000 Litern mit“, so Schnöll.

Seine Männer mussten mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr aus Itzling Dutzende Holzwände niederreißen. „Es brannte auch unter den Verschalungen. Wir haben da Brett für Brett einzeln abgespritzt. So erwischten wir wirklich jedes Glutnest“, erläutert Schnöll.

Fotos vom Löscheinsatz gibt's in der Infobox!

Nach drei Stunden konnte schließlich „Brand aus“ gemeldet werden. Bis in die Abendstunden wurde das Gelände aber noch überwacht, um jegliches neuerliche Aufflammen einer Glut sofort einzudämmen.

Obdachlose könnten Brand ausgelöst haben
Die Polizei vermutet, dass Obdachlose, die öfters in den Srallungen übernachten, das Feuer ausgelöst haben. „Die haben sich an einem Lagerfeuer gewärmt oder Zigarettenreste liegen lassen“, mutmaßt Ermittler Christian Voggenberger vom Landeskriminalamt.

Für die Ställe besteht kein Versicherungsschutz mehr. „Es ist aber an sich auch kein effektiver Schaden entstanden“, meint Voggenberger. Von den ehemaligen Pferdeställen blieb so gut wie nichts stehen.

von Manuela Kappes ("Salzburg Krone") und krone.at

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