Sa, 18. November 2017

Pendler frustriert

06.01.2010 18:32

Parteien-Gezänk um die Bahnlinien in NÖ geht weiter

Unerklärliche Wartezeiten, volle Züge und Schaffner, die dann zu Kunden meinen: "Nehmen Sie eben einen späteren Zug!" – Pendler sind beileibe einiges gewöhnt. Die Verhandlungen der Landesregierung mit den ÖBB ziehen sich länger hin als erwartet. Und was machen die Parteien? Sie streiten (wieder einmal) über dieses Thema.

Viele Pendler erinnern sich: "Bis Ende Dezember" hätten die Verhandlungen mit den ÖBB dauern sollen. In dem Paket enthalten: Die umstrittenen Nebenbahnen, die derzeit anscheinend die Stiefkinder von Bahn und Politik sind. Bis zum Dreikönigstag waren aber keine Verhandlungsergebnisse auf dem Tisch.

SP geht wieder in die Offensive
Deshalb geht nun SP-Verkehrssprecher Gerhard Razborcan in die Offensive und erklärt: "Nebenbahnen sind Lebensadern der Regionen. Bisher hat die VP zu deren Rettung leider nichts getan, außer den ÖBB und dem Bund Unfreundlichkeiten auszurichten. Langsam bewegt sich aber doch etwas." In Richtung des zuständigen Verkehrslandesrates Johann Heuras (VP) meint der Sozialdemokrat. "Es ist gut, dass Landeshauptmann Erwin Pröll sich einschaltet. Vielleicht geht jetzt was weiter."

VP kontert mit Vorwürfen gegen ÖBB und SP
Doch die Reihen der VP scheinen weiterhin fest geschlossen, wie der prompte Konter von VP-Verkehrssprecher Karl Wilfing zeigt: "Außer das sozialistische Missmanagement der ÖBB zu verteidigen und teure Inserate zu schalten, hat die SP nichts für die Pendler geleistet." Den Bahnkunden ist dieses Hickhack wohl egal, sie wollen gute Verbindungen.

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden