Fr, 24. November 2017

„Geld versickert!“

04.01.2010 09:53

Defektes Rohrnetz sorgt für bis zu 30 Prozent Verluste

Ein Streit ums kühle Nass lässt zum Jahresbeginn in Biedermannsdorf (Bezirk Mödling) die Wogen hochgehen. Durch häufige Lecks im örtlichen Leitungsnetz geht viel wertvolles Trinkwasser verloren. FP-Sprecher Christoph Luisser: "Das Geld der Bürger versickert im Boden. Die Gemeinde muss den Wasserpreis senken!"

Bereits seit Jahren sorgt das alte Rohrnetz für Ärger. "Die Leitungen sind längst ein Sanierungsfall", so Luisser. Schon 2006 seien mehr als 22 Prozent des örtlichen Trinkwassers regelmäßig im Erdreich versickert. Luisser: "Im vergangenen Jahr ging gar ein Drittel des kostbaren Nasses verloren. Das bedeutete einen Schaden von 408.000 Euro."

Was den Freiheitlichen jedoch meisten am wurmt: "Statt endlich den Neubau der Leitungen zu beginnen, schnalzte die Gemeindeführung vor zwei Jahren den Wasserpreis in die Höhe."

SP-Konter: "Haben Gebrechen im Griff"
Diese Vorwürfe weist SP-Vizeortschef Josef Spazierer zurück: "Wir haben die Gebrechen im Griff. Derzeit liegt der Wasserverlust nur bei zwölf Prozent." Außerdem seien heuer 100.000 Euro für Sanierung vorgesehen. Spazierer betont: "Zuständig für die Erstellung eines umfassenden Konzeptes wäre allerdings der FP-Vertreter im Gemeindevorstand."

Davon lässt sich Luisser aber nicht beirren. Er fordert die rasche Senkung der Wassergebühr: "Wenn notwendig, werden wir dafür eine Bürgerbefragung starten."

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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