Do, 19. Oktober 2017

Gelungener Auftakt

02.01.2010 12:21

Tonkünstler starten Neujahrskonzert-Reigen

Die Neujahrskonzerte des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich bilden den traditionellen Bundesländer-Auftakt in das Konzertjahr 2010. Am 1. Jänner leitete Alfred Eschwe gleich zwei aufeinanderfolgende Konzerte im Stadttheater Baden und versetzte das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm und gewohnt humorvoller Moderation in gut gelaunte Beifallsstimmung.

Mit der Ouvertüre zur "Leichten Kavallerie" von Suppe gelang der Einstieg tadellos, es folgte ein Reigen aus beliebten Opernmelodien, darunter aus "Carmen", Gounods Faust-Walzer, ein witziger Galopp von Chatschaturjan und ein Marsch aus Prokofjews "Liebe zu den drei Orangen" - dies schon als kleiner Aperitif auf April 2010, wenn Eschwe das Werk an der Wiener Volksoper dirigieren wird. Als Solisten schlugen sich Daniela Friedl (Sopran) und Michael Ende (Tenor) recht wacker.

Der zweite Teil des Abends war deutlich wienerischer akzentuiert. Eschwe - wie stets freundliche Eleganz mit souveräner Präzision verbindend - sparte auch nicht mit kleinen scharfzüngigen Verbaleinlagen: Zwischen der Ouvertüre zu "Eine Nacht in Venedig" und der Arie "Liebe schöne Donaustadt" aus Ziehrers "Fremdenführer" konnte er sich den Hinweis nicht verkneifen, dass die (Bahn-)Reise von Venedig nach Wien heutzutage oft schon in Villach endet.

Eschwe verrät das Geheimnis des Dirigierens
Die grammatikalische Überlegung, warum man vom Gänsebraten spricht, wenn doch nur eine Gans im Rohr brät, wurde der Buchstaben-Polka von Josef Strauss vorangeschickt. Und schließlich verriet Eschwe auch das Geheimnis des Dirigierens: "Wenn das Orchester glaubt, es spielt, wie es möchte, und doch so spielt, wie ich dirigiere".

Als Zugaben wurden noch die Tritsch-Tratsch-Polka und der unvermeidliche Radetzkymarsch erklatscht. Nächste Neujahrskonzerte gehen unter anderem am Sonntag, dem 3. Jänner, im Festspielhaus St. Pölten (11 und 16 Uhr) und am Montag, dem 4. Jänner, im Wiener Musikverein über die Bühne. Bis 26. Jänner stehen weitere 17 Konzerte zwischen Wiener Neustadt und Laa an der Thaya auf dem Programm.

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