Di, 12. Dezember 2017

AKNÖ schlägt Alarm

30.12.2009 11:37

Dreiste Konzerne nutzen Bewerber schamlos aus!

Die Arbeiterkammer NÖ (AKNÖ) rät Jobsuchenden zu Vorsicht bei von Handelsunternehmen angebotenen "Schnuppertagen". Diese hätten sich im Weihnachtsgeschäft mitunter als voller Arbeitstag ohne Bezahlung entpuppt. Aktueller Anlass für die Warnung seien zahlreiche Verstöße gegen das Arbeitsrecht am verkaufsoffenen 8. Dezember.

So habe ein Textildiskonter von Arbeitssuchenden verlangt, den Schnuppertag am Feiertag zu absolvieren, berichtete die AKNÖ. In einem anderen Fall sei Arbeitslosen nach einem "Schnuppertag von 9.00 bis 17.30 Uhr" mitgeteilt worden, man müsse es sich noch überlegen. Dann habe sich das Unternehmen nicht mehr gemeldet. AKNÖ-Präsident Hermann Haneder (Bild): "Wer einen schlecht bezahlten Job will, muss zuerst gratis arbeiten - und bekommt den Job dann doch nicht."

"Werden Weg zum Gericht nicht scheuen"
Er kritisierte, dass "die Not von Arbeitsuchenden ausgenützt wird, um an gewissen Tagen sogar gratis Personal zu bekommen". Die AKNÖ werde sich jeden Fall genau ansehen und - wenn nötig - auch den Weg zum Gericht nicht scheuen. Es sei zu befürchten, dass auch im Nach-Weihnachtsgeschäft die "schwarzen Schafe" unter den Handelsunternehmen Arbeitsuchende zu Gratis-Schnuppertagen überreden werden, so Haneder.

Betont wurde, dass ein Schnuppertag, der zum Kennenlernen der Firma dienen sollte, noch kein Arbeitsverhältnis begründe. Es gebe daher auch keine Verpflichtung, mitanzupacken.

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