Mi, 18. Oktober 2017

Personal sauer

26.12.2009 17:10

Pflege gegen Geld – Gesundheits-Personal streikt

Das laut Wirtschaftsforschern "arbeitsmarktpolitisch schwierige" Jahr 2010 wird in Linz mit einem Arbeitskampf beginnen: Am 14. Jänner, gleichzeitig mit Kollegen in Wien und Graz, demonstrieren Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich für mehr Gehalt. Die Verhandlungen sind vor Weihnachten gescheitert.

Das Angebot der Arbeitgeber, vor allem privater Krankenhäuser wie den oberösterreichischen Ordensspitälern, ist für die Gewerkschaft "vida" inakzeptabel: "Für das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal ergäbe es eine Erhöhung von mageren 16,34 Euro für alle Verwendungsstufen", so ihr Vize-Vorsitzender Willibald Steinkellner.

Gemeinsam mit der Privatangestellten-Gewerkschaft hat "vida" 20.000 Unterschriften für eine Reallohn-Erhöhung gesammelt.

Große Belastung
Die Gewerkschaften fordern auch bessere Arbeitsbedingungen. "Ständige Verfügbarkeit und Einspringen auch in der Freizeit führen zu hohen Burnout-Raten", so Steinkellner. Er fordert Schadenersatz, wenn Dienstpläne nicht eingehalten werden.

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